29 March 2026, 16:10

Warum nur 9 % der Unternehmen Mitarbeiterwohnungen anbieten – trotz klarem Nutzen

Plakat mit einem Bild des Weißen Hauses und Text, der den Biden-Harris-Wirtschaftsplan als blue-collar-Blueprint für die Schaffung von gut bezahlten Arbeitsplätzen ohne vierjähriges Studium bewirbt.

Warum nur 9 % der Unternehmen Mitarbeiterwohnungen anbieten – trotz klarem Nutzen

Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass derzeit nur ein kleiner Teil der Unternehmen Wohnraumunterstützung für Mitarbeiter anbietet. Lediglich 9 % stellen direkte Unterkünfte bereit, während 21 % indirekte Hilfe leisten. Dennoch erkennen viele Firmen Potenzial bei der Personalgewinnung und Mitarbeiterbindung.

Die Ergebnisse verdeutlichen zudem zentrale Herausforderungen, darunter hohe Kosten und ein angespannter Wohnungsmarkt. Nur wenige Betriebe planen, ihre Wohnprogramme in naher Zukunft auszubauen.

Laut der IW-Studie sind 58 % der Unternehmen überzeugt, dass Mitarbeiterwohnungen helfen, Fachkräfte zu gewinnen. Weitere 55 % sehen darin eine Verbesserung der langfristigen Mitarbeiterbindung. Philipp Deschermeier, einer der an der Studie beteiligten Forscher, betont, dass solche Unterstützungsleistungen Unternehmen im Wettbewerb um Arbeitskräfte einen Vorteil verschaffen können.

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Trotz dieser Vorteile empfinden fast 40 % der Betriebe die finanziellen und administrativen Belastungen als zu hoch. Zwei Drittel nennen die schwierigen Rahmenbedingungen auf dem Mietmarkt als Haupthemmnis. Zudem haben 45 % Probleme, geeignete Partner in der Wohnungswirtschaft zu finden.

Für die kommenden fünf Jahre planen nur 4 % der deutschen Unternehmen, Mitarbeiterwohnungen einzuführen. Deschermeier schlägt vor, dass klarere Leitlinien für Unternehmen und schnellere Genehmigungsverfahren für betriebsnahe Wohnprojekte die Verbreitung fördern könnten. Bisher gibt es keine Daten, die Veränderungen bei der Wohnraumunterstützung in den letzten fünf Jahren erfassen – die Entwicklung bleibt daher unklar.

Die Studie bestätigt, dass Mitarbeiterwohnungen zwar als wertvoll für Rekrutierung und Bindung gelten, praktische Hindernisse jedoch bestehen bleiben. Hohe Kosten, Marktbedingungen und bürokratische Hürden bremsen die Umsetzung. Da kaum Erweiterungen geplant sind, wird der Anteil der Unternehmen, die solche Leistungen anbieten, voraussichtlich auch in den nächsten Jahren niedrig bleiben.

Quelle