29 April 2026, 04:28

Warum Lehrkräfte politische Themen wie Klimawandel und Diskriminierung meiden

Plakat für den American Rescue Plan, mit Text, der besagt, dass er die Kinderarmut in den USA halbieren würde, und einem Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Warum Lehrkräfte politische Themen wie Klimawandel und Diskriminierung meiden

Lehrkräfte in Deutschland meiden zunehmend politische Themen – von Klimawandel bis Diskriminierung

Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland verzichten auf Diskussionen über politisch heikle Themen wie Klimawandel oder Diskriminierung. Der Grund: unklare Vorgaben, wie im Unterricht Neutralität gewahrt werden kann. Gleichzeitig hat sich ein Bündnis von Organisationen mit einer Petition für die Unterstützung von Pädagoginnen und Pädagogen starkgemacht, die sich gegen Hass und Vorurteile in Schulen engagieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Felix Bjerke, Koordinator des Programms "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage", bietet an seiner Schule Workshops zu Antirassismus, Extremismusprävention und zur Entlarvung von Verschwörungstheorien an. Rund 90 Prozent seiner Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund – ein Spiegelbild des inklusiven Ansatzes des Programms. Seine Schule ist eine von etwa 5.000 bundesweit, die am Netzwerk teilnehmen.

Kürzungen bei der Bundesförderung treffen wichtige Partner Durch aktuelle Streichungen des Bundes verlieren zwei Kooperationspartner von Bjerkes Schule ihre Finanzierung: "180 Grad Wende" und "Transaidency". Trotz laufender mehrjähriger Verpflichtungen stehen zahlreiche Organisationen vor dem Aus. Auch Projekte wie das "Demokratiefestival" des Kölner Jugendrats sind nun gefährdet.

Besonders betroffen sind Initiativen in Ostdeutschland. Programme wie "Demokratie in Bewegung – Ost" oder "Thüringen zusammen – Brückenbau im ländlichen Raum" verlieren ihre Förderung. Als Reaktion haben Aktivistinnen und Aktivisten die Petition "Schulen stellen sich quer" gestartet, die mehr Rückhalt für Lehrkräfte im Kampf gegen Diskriminierung fordert.

Langfristige Projekte zur Demokratieförderung und Extremismusprävention in Gefahr Die Kürzungen bedrohen nachhaltige Vorhaben, die sich für Demokratiebildung und gegen Extremismus einsetzen. Schulen wie die von Felix Bjerke könnten ohne externe Unterstützung ihre Workshops zu gesellschaftlich relevanten Themen nicht fortsetzen. Ob die Programme überleben oder weitere Rückschläge erleiden, hängt maßgeblich vom Erfolg der Petition ab.

Quelle