19 March 2026, 14:13

Vonovia steigert Gewinne 2025 – doch Mieter zahlen die Zeche

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit vielen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Plänen und Text auf Papier.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia steigert Gewinne 2025 – doch Mieter zahlen die Zeche

Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, meldet starkes Finanzjahr 2025

Das Unternehmen verzeichnete einen deutlichen Gewinnanstieg, angetrieben durch höhere Mieten und Immobilienverkäufe. Gleichzeitig kündigte Vonovia an, tausende Wohnungen zu veräußern und die Ausschüttungen an Aktionäre zu erhöhen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 1,54 Milliarden Euro – ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Die steigende Nachfrage nach städtischem Wohnraum trieb die durchschnittlichen Monatsmieten auf 8,38 Euro pro Quadratmeter im gesamten Portfolio.

Im Jahr 2025 verkaufte Vonovia 2.333 Wohnungen und plant, künftig jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern. Die Verkäufe dienen der Schuldenreduzierung, ebenso wie mögliche Desinvestitionen in nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte, etwa Seniorenimmobilien oder Minderheitsbeteiligungen. Ende 2025 besaß das Unternehmen rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Gesamtportfoliowert von 84,4 Milliarden Euro.

Auch die Bautätigkeit lief weiter: 2.090 neue Wohnungen wurden 2025 fertiggestellt. Wie viele davon in Schweden oder Österreich entstanden, gab das Unternehmen nicht an, da die Zahlen alle drei Märkte umfassen. Weitere 4.200 Einheiten befinden sich im Bau, langfristig sind auf eigenen Flächen über 65.000 zusätzliche Wohnungen geplant.

Die Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie. Der Deutsche Mieterbund kritisierte unterdessen Vonovia wegen "drastischer Mietsteigerungen" und forderte bundesweit strengere Mieterschutzregelungen.

Der Konzern mit Hauptsitz in Bochum beschäftigte Ende 2025 rund 12.700 Mitarbeiter.

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Vonovias Strategie kombiniert höhere Mieten, Immobilienverkäufe und Neubauten, um die finanzielle Position zu stärken. Die Dividendenerhöhung spiegelt die gestiegenen Erträge wider, während die laufenden Verkäufe auf eine Entschuldung abzielen. Mieterverbände äußerten jedoch Bedenken angesichts steigender Wohnkosten im Portfolio des Unternehmens.

Quelle