29 March 2026, 18:15

VoltaVia: Wie elektrische Baumaschinen die Branche revolutionieren sollen

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer nahen Bahnstrecke.

VoltaVia: Wie elektrische Baumaschinen die Branche revolutionieren sollen

VoltaVia: Zweijähriges Projekt erforscht Elektrifizierung von Baumaschinen

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Ein neues, auf zwei Jahre angelegtes Projekt mit dem Namen VoltaVia untersucht Wege, um elektrische Antriebe auf Baustellen einzuführen. Unter der Leitung des Lehrstuhls für Produktionsengineering von E-Mobilitätskomponenten (PEM) der RWTH Aachen zielt die Initiative darauf ab, Emissionen zu reduzieren und die Effizienz in der Branche zu steigern. Gemeinsam mit Zeppelin Rental entwickelt das Team praxistaugliche Elektrifizierungslösungen für die DACH-Region – Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Elektrische Baumaschinen bieten klare Vorteile gegenüber herkömmlichen Dieselmodellen: Sie stoßen deutlich weniger Schadstoffe aus, erfordern weniger Wartung und sind einfacher zu bedienen. Forscher schätzen, dass die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen könnte.

Im Rahmen des Projekts wurde bereits ein Energienachfragemodell erstellt, das den zukünftigen Bedarf an Strom und Wasserstoff für Baustellen vorhersagt. Kurzfristig dürften batteriebetriebene Geräte den Markt dominieren, während Wasserstofflösungen langfristig vor allem für größere Maschinen an Bedeutung gewinnen könnten.

Um die Elektrifizierung voranzutreiben, hat das Team verschiedene Versorgungsoptionen bewertet – darunter Schnellladesysteme am Straßenrand, mobile Batteriespeicher und Wasserstoffgeneratoren. Viele diesbetriebene Maschinen wie Straßenfertiger oder Hydraulikbagger sind bereits in elektrischen Versionen erhältlich oder befinden sich in der Entwicklung.

Im zweiten Projektjahr wird sich VoltaVia auf die Vorbereitung von Ausschreibungen für Großprojekte konzentrieren. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Elektrifizierung branchenweit erfolgreich umgesetzt werden kann.

Trotz der Vorteile bleiben hohe Investitionskosten und die noch unzureichende Ladeinfrastruktur Herausforderungen für eine flächendeckende Einführung. Die Erkenntnisse des Projekts könnten jedoch künftige politische Entscheidungen und Branchenstandards prägen. Bei Erfolg könnte der Umstieg auf elektrische Baumaschinen die Umweltbelastung im Bausektor deutlich verringern.

Quelle