Viersener Schule und Geschichtsverein stärken Erinnerung an den Holocaust bis 2027
Jakob MayerViersener Schule und Geschichtsverein stärken Erinnerung an den Holocaust bis 2027
Eine lokale Schule und ein Geschichtsverein in Viersen haben ihre Zusammenarbeit zur Bewahrung der Erinnerung an den Holocaust erneuert. Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken wird weitere drei Jahre mit dem Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen die historische Aufklärung von Schülerinnen und Schülern sowie die Pflege der Gedenkstätten in der Stadt.
Die verlängerte Vereinbarung baut auf jahrelangen gemeinsamen Bemühungen auf, junge Menschen für die lokale Geschichte zu begeistern. Lehrerin Corinne Flasshoff plant bereits neue Projekte mit ihren Klassen, darunter Recherchen im Kreisarchiv. Ihre Arbeit soll weitere Details über Viersens Vergangenheit während der NS-Zeit ans Licht bringen.
Julietta Breuer, stellvertretende Vorsitzende des Vereins, hob Flasshoffs Engagement hervor, mit ihrer Klasse regelmäßig die Holocaust-Gedenkstätte aufzusuchen. Zu den Initiativen gehört auch das laufende Projekt "Reinigung der Stolpersteine", das Schulleiterin Ilka Werner aktiv unter den Lehrkräften fördert. Besonders bedeutsam ist dieses Vorhaben im Vorfeld des 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht.
Für Anfang 2027 ist die nächste Verlegung von Stolpersteinen – der kleinen Messingtafeln zur Erinnerung an Holocaust-Opfer – in der Viersener Innenstadt geplant. Die genaue Anzahl der neuen Plaketten steht jedoch noch nicht fest.
Die erneuerte Partnerschaft stellt sicher, dass Schülerinnen und Schüler weiterhin eine aktive Rolle bei der Bewahrung des lokalen Gedächtnisses spielen. Durch Recherchen, Gedenkstättenbesuche und die Pflege der Stolpersteine wollen Schule und Verein das Bewusstsein für die Geschichte Viersens wachhalten. Die nächste Projektphase läuft bis 2027, wobei weitere Gedenktafeln in der Stadt geplant sind.






