Ute Schallenberg erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in Isselhorst
Anton GüntherUte Schallenberg erhält Bundesverdienstkreuz für ihr Lebenswerk in Isselhorst
Ute Schallenberg aus Isselhorst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Ute Schallenberg aus Isselhorst hat das Bundesverdienstkreuz für ihr lebenslanges Engagement in Gemeinde und Kirche erhalten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die Auszeichnung in Würdigung ihres unermüdlichen Einsatzes. Schallenberg selbst sieht die Ehrung jedoch nicht als persönlichen Erfolg, sondern als gemeinsame Leistung aller, die ihre Initiativen unterstützt haben.
Geboren in einer großen Familie, wuchs Schallenberg mit sieben Geschwistern im Pfarrhaus auf. Schon als Kind sang sie im Kirchenchor – ein frühes Zeichen für ihre lebenslange Verbindung zu Musik und Gemeinschaft. Jahrzehnte später wurde sie zur treibenden Kraft hinter dem Förderverein für Kirchenmusik, den sie mitinitiierte, mitgründete und lange Zeit leitete.
Einer ihrer wichtigsten Erfolge gelang ihr in den 1980er-Jahren, als sie sich für die Schaffung einer hauptamtlichen Kantorenstelle einsetzte. Dadurch konnten Chorarbeit, Kirchenkonzerte und musikalische Veranstaltungen ohne finanzielle Belastung fortgeführt werden. Ihr Engagement erstreckte sich auch auf den örtlichen Heimatverein, in dem sie Verantwortung im Vorstand übernahm.
Doch Schallenberg engagierte sich nicht nur organisatorisch, sondern stand auch denen zur Seite, die Hilfe brauchten. 2020 unterstützte sie jesidische Familien bei ihrer Ansiedlung in Niehorst und half ihnen mit praktischer Unterstützung beim Neuanfang. Ihr Wirken war stets darauf ausgerichtet, das Leben anderer zu verbessern – ob durch Musik, Fürsprache oder direkte Hilfe.
Das Bundesverdienstkreuz würdigt Schallenbergs jahrzehntelangen Dienst an der Gemeinschaft. Ihre Verdienste – von der Sicherung kirchlicher Musikprogramme bis zur Unterstützung von Geflüchteten – haben in Isselhorst und darüber hinaus bleibende Spuren hinterlassen. Die Auszeichnung steht sowohl für ihr persönliches Engagement als auch für das gemeinsame Wirken aller, die an ihrer Seite standen.






