28 March 2026, 18:12

Tigerparks in Pattaya: Grausame Dressur hinter den Kulissen der Touristenattraktion

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Tigers und anderer Wildtiere, begleitet von Text.

Tigerparks in Pattaya: Grausame Dressur hinter den Kulissen der Touristenattraktion

Ein tiefer, dröhnender Brüllhall durch die schwüle Luft des Tigerparks von Pattaya. Doch hinter den Kulissen äußern Tierschützer ernste Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit den Raubkatzen. Kritiker werfen den Betreibern vor, die Tiger rein für touristische Unterhaltung auszubeuten – ohne Rücksicht auf ihr Wohlbefinden oder Artenschutzmaßnahmen.

Das Verhalten der Tiere in diesen Parks wirkt auffällig: Oft erscheinen sie ungewöhnlich zahm und lassen sich von Fremden berühren, ohne zu reagieren. Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Passivität auf brutale Dressurmethoden zurückgeht. Trainer sollen Metallstangen einsetzen, um den Tieren bereits im Jungtieralter den Willen zu brechen – alles für Fotos mit Touristen und Shows.

Junge Tiger werden immer wieder nachgezüchtet, um die Attraktionen "frisch" zu halten. Doch diese ständige Vermehrung führt zu Inzucht und gesundheitlichen Risiken. Unterdessen erholt sich der Bestand wildlebender Tiger in Thailand langsam: Schätzungsweise 200 Tiere streifen durch geschützte Gebiete. Doch die strengen Gesetze zu ihrem Schutz werden kaum durchgesetzt – untergraben durch Korruption.

Das Schicksal vieler Tiger in Gefangenschaft bleibt ungewiss. Einige Aktivisten vermuten, dass sie im illegalen Handel mit Tigerprodukten landen, doch belastbare Beweise fehlen. Auch die öffentliche Meinung ändert sich: Immer mehr Touristen – besonders aus Europa – meiden Attraktionen wie Tigerselfies oder Elefantenritte aus ethischen Gründen.

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Während die wilden Tiger Thailands Anzeichen einer Erholung zeigen, leiden ihre Artgenossen in Touristenparks weiter unter Ausbeutung. Schwache Rechtsdurchsetzung und unkontrollierte Zuchtpraktiken lassen ihre langfristige Zukunft fraglich erscheinen. Der wachsende Widerstand der Besucher könnte jedoch irgendwann zu einer Verbesserung ihrer Haltung führen.

Quelle