"The Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Rollschuhen und Rollstühlen
Tobias Lehmann"The Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Rollschuhen und Rollstühlen
Eine neue inklusive Tanzperformance sorgt für Furore – mit einer Mischung aus Bewegung, Tempo und Erzählkunst.The Wheelie Show vereint Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen, die mit Rollschuhen, Rollstühlen und Alltagsgegenständen ein dynamisches Spektakel schaffen. Die Produktion erkundet die Themen Bewegung und Stille und bietet dem Publikum einen frischen Blick auf den zeitgenössischen Tanz.
Die Show entstand aus einem Tanzkurs namens Rolling Good Times, der auf einer öffentlichen Rollschuhbahn stattfand. Über sechs Monate entwickelten die Performenden das Stück durch Experimente und gemeinsamen Ideenaustausch. Die Hälfte des Ensembles gleitet auf Rollschuhen dahin, die andere Hälfte bewegt sich im Rollstuhl – eine nahtlose Verschmelzung unterschiedlicher Bewegungsstile.
Bevor die Vorstellung beginnt, sind aufgezeichnete Reflexionen der Tänzer:innen zu hören. Sie sprechen darüber, im hektischen Alltag langsamer zu werden und Momente der Stille zu finden. Dieses Motiv von Tempo – sowohl im physischen als auch im übertragenen Sinne – zieht sich durch die gesamte Aufführung.
Die Bühne erwacht mit Gegenständen wie Koffern, Tretrollern und Skateboards zum Leben, die alle in Bewegung gesetzt werden. Die Choreografie lässt sich vom Sport inspirieren und integriert Elemente aus Eishockey und Cheerleading. Innovative Hebefiguren und Duette, die an Eiskunstlauf erinnern, werden mit Präzision und Eleganz aufgeführt. Das Stück wechselt zwischen ruhigen, nachdenklichen Passagen und energiegeladenen Ausbrüchen – fast wie eine bunte Revue.
Sportliche Anklänge, etwa aus Eishockey oder Cheerleading, verleihen der Performance eine verspielte, aber athletische Note. Die Harmonie zwischen den Tänzer:innen zeigt sich in fließenden Übergängen und kreativen Partnering-Ideen. Jedes Element – von den rollenden Requisiten bis zu den kontrastreichen Tempi – unterstreicht die zentrale Idee von Bewegung in all ihren Facetten.
Die Aufführung besticht durch ihre Inklusivität und Erfindungsgabe. Indem Rollschuhe, Rollstühle und Alltagsgegenstände kombiniert werden, hinterfragen die Tänzer:innen herkömmliche Vorstellungen von Bewegung. Das Publikum geht mit einem neuen Blick auf Tempo, Stille und die Kunst der Zusammenarbeit nach Hause.






