Tausende demonstrieren in Köln und bundesweit gegen Rassismus und Diskriminierung
Anton GüntherTausende demonstrieren in Köln und bundesweit gegen Rassismus und Diskriminierung
Mehr als tausend Menschen gingen am Samstag in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstration fiel mit dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung zusammen und wurde vom Bündnis "Köln nimmt Stellung" organisiert. Ähnliche Kundgebungen fanden bundesweit statt, an denen zehntausende Menschen teilnahmen.
Der Protest begann am Südermannplatz, wo sich die Menge versammelte, bevor sie entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz zog. Die Teilnehmer trugen bunte Fahnen und Transparente, viele mit Parolen wie "Herz statt Hass", um sich gegen Diskriminierung auszusprechen. Ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly, der sich gegen die rechtspopulistische AfD richtete, war ebenfalls Teil der Kundgebung.
Die Polizei hatte zunächst mit bis zu 10.000 Teilnehmern gerechnet, bestätigte später jedoch, dass etwas mehr als 1.000 Menschen an der Demonstration teilgenommen hatten. Trotz der geringeren als erwarteten Beteiligung zeigte sich damit eine deutliche lokale Reaktion auf die Aufrufe zum Handeln. In ganz Deutschland fanden in über 50 Städten – darunter Berlin, Hamburg, München und Frankfurt – am selben Tag eigene Kundgebungen gegen Rassismus statt.
Die Proteste in Köln und bundesweit unterstrichen die anhaltenden Bemühungen im Kampf gegen rassistische Diskriminierung. Mit tausenden Teilnehmern festigten die Veranstaltungen den öffentlichen Widerstand gegen Rassismus und rechtsextreme Ideologien. Organisatoren und Teilnehmer nutzten den Tag, um ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen.






