Stichwahl in Solingen: Warum die Briefwahlbeteiligung dramatisch einbrach
Jakob MayerStichwahl in Solingen: Warum die Briefwahlbeteiligung dramatisch einbrach
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: Briefwahlbeteiligung deutlich niedriger als im Hauptwahlgang
Bei der Stichwahl um das Solinger Bürgermeisteramt ging die Beteiligung an der Briefwahl im Vergleich zur Hauptwahl deutlich zurück. Die Wahlhelfer zählten 16.415 abgegebene Stimmen, was einer Rücklaufquote von 73,3 Prozent entspricht. Die knappen postalischen Fristen trugen maßgeblich zum Rückgang der Beteiligung bei.
Im Hauptwahlgang am 14. September waren noch 25.586 Briefwahlunterlagen ausgegeben worden, von denen 22.745 zurückgesandt wurden – eine Quote von 88,9 Prozent. Diesmal jedoch erreichten deutlich weniger Wähler die Frist für die Rücksendung. Die Stadt verwies darauf, dass die strengen Annahmeschlusszeiten der Post die Rücklaufquote beeinträchtigt hätten.
1.348 Wähler, die ursprünglich Briefwahl beantragt hatten, entschieden sich stattdessen für die Stimmabgabe vor Ort in den Wahllokalen. Weitere 6.466 berechtigte Wähler machten von ihrem Briefwahlrecht überhaupt keinen Gebrauch. Fast jeder vierte Antragsteller sandte seine Unterlagen nicht zurück und konnte somit nicht an der Wahl teilnehmen.
Um den Wählern entgegenzukommen, die noch auf ihre Briefwahlunterlagen warteten, stellte die Stadt bis zum Samstag, dem 27. September, bis 12 Uhr mittags Ersatzdokumente aus. Dennoch lag die Quote der nicht zugestellten Unterlagen höher als die üblichen elf Prozent der vergangenen Jahre.
Die Briefwahlbeteiligung in der Stichwahl blieb damit deutlich hinter den Zahlen des Hauptwahlgangs zurück. Mit 17.763 per Post abgegebenen Stimmen und 1.348 persönlichen Wahlgangs lag die Gesamtbeteiligung niedriger. Als Gründe für den Rückgang nannte die Stadtverwaltung postalische Verzögerungen und die kürzeren Fristen.






