Steuerbehörden lehnen Hund als Alarmanlage ab – und andere skurrile Geschichten
Tobias LehmannSteuerbehörden lehnen Hund als Alarmanlage ab – und andere skurrile Geschichten
Ein Schweizer Steuerberater hatte kürzlich mit einem ungewöhnlichen Absetzbegehren zu tun: Ein Mandant wollte seinen Hund als abzugsfähiges Sicherheitssystem geltend machen. Die Behörden lehnten den Antrag ab – und verwiesen auf strenge Regeln, was als berechtigte Ausgabe gilt.
Unterdessen sorgten andere skurrile Meldungen für Aufsehen: Im Büro einer Journalistin residiert ein winziger, knopfäugiger Pudel namens Snoopy – offiziell ein "funktionsunfähiges Alarmsystem". Daneben entdeckte ein französischer Historiker ein verschollenes Manuskript von Archimedes, und eine Großbestellung an Schuhen durch einen ehemaligen US-Präsidenten bescherte Mitarbeitern schlecht sitzendes Schuhwerk.
Der Schweizer Steuerfall begann, als ein Klient darauf bestand, sein Hund diene als Sicherheitsvorkehrung für sein Zuhause. Das Tier belle bei Eindringlingen, argumentierte der Mann – und beanspruchte damit einen Steuerabzug. Die Finanzbehörden wiesen das Ansinnen zurück: Kantonalen Richtlinien zufolge zählen tierbezogene Kosten nicht zu den absetzbaren Posten. Nur Ausgaben für Immobilieninstandhaltung, Gesundheit oder berufliche Notwendigkeiten werden anerkannt – und Hunde fallen in keine dieser Kategorien.
In einem anderen Vorfall beschrieb eine Journalistin ihren Büro-Pudel Snoopy scherzhaft als "nicht absetzbares Alarmsystem". Der kleine, braune Hund mit den knopfrunden Augen bot zwar keinen echten Schutz, verpasste dem Arbeitsplatz aber eine charmante Note.
Anderswo sorgte ein Mann mit seinem riesigen, struppigen Hund für Verdruss: Das Tier markierte sein Revier, indem es an jedem Autostoßfänger entlang des Gehwegs sein Geschäft verrichtete. Augenzeugen berichteten von der imposanten Größe des Hundes – und der Gleichgültigkeit seines Besitzers gegenüber der hinterlassenen Spur.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bestellte einst im Großformat Schuhe der Marke Florsheim für das Personal des Weißen Hauses – ohne die Größen zu prüfen. Die Folge: Mitarbeiter wie Marco Rubio hatten mit schlecht sitzendem Schuhwerk zu kämpfen. Die Panne sorgte für kleinere, aber unvergessliche Unannehmlichkeiten.
Auf einer Pressekonferenz tauchte der ehemalige spanische König Juan Carlos I auf, doch der Zweck der Veranstaltung blieb rätselhaft. Journalisten waren anwesend, doch eine offizielle Erklärung für das Treffen blieb aus.
Deutlich wissenschaftlicher war der Fund des französischen Historikers Victor Gysembergh: Bei Recherchen in einer Bibliothek stieß er auf ein bisher unbekanntes Manuskript von Archimedes. Der Text auf Pergament bereichert nun die historischen Aufzeichnungen um ein seltenes Dokument.
Der Schweizer Steuerfall bestätigt: Haustiere – selbst Wachhunde – erfüllen keine Kriterien für Steuerabzüge. Snoopy der Pudel bleibt unterdessen ein skurriles Büromaskottchen ohne finanziellen Nutzen. Von schlecht sitzenden Schuhen bis zu verschollenen Handschriften zeigen diese Geschichten, wie Alltags-Kuriositäten und Nachlässigkeiten unerwartet Schlagzeilen machen. Keiner der Vorfälle führte zu politischen Konsequenzen oder weiteren offiziellen Maßnahmen.






