Stellantis-Händler fordern mehr Unterstützung gegen sinkende Gewinne und Lieferengpässe
Anton GüntherStellantis-Händler fordern mehr Unterstützung gegen sinkende Gewinne und Lieferengpässe
Rund 300 Händler der Marken Citroën, DS und Peugeot trafen sich kürzlich in Köln mit Führungskräften des Stellantis-Konzerns. Im Mittelpunkt der Gespräche standen drängende Herausforderungen wie sinkende Gewinne, steigende Kosten und Lieferkettenprobleme. Trotz dieser Sorgen wurde die Stimmung auf der Veranstaltung vom Verband der deutschen Vertragspartner als positiv beschrieben.
Während der Konferenz benannten die Händler mehrere akute Probleme: Die Gewinnmargen schrumpfen, die Betriebskosten steigen, und Engpässe bei Ersatzteilen behindern weiterhin das Geschäft. Ein weiteres großes Thema war der anhaltende Wertverlust bestimmter Modelle, weshalb die Händler nach besseren Strategien für den Wiederverkauf verlangen.
Stellantis kündigte daraufhin Maßnahmen an, um die Händler zu entlasten. Das Unternehmen versprach vereinfachte Abläufe bei Garantieanträgen und will die Außendienstteams ausbauen. Citroën verlängerte zudem die Garantie für Verbrenner- und Elektrofahrzeuge auf bis zu acht Jahre – eine Reaktion auf aktuelle Rückrufaktionen.
Peugeot startet unterdessen eine kurzfristige Unterstützungsaktion für junge Leasingrückläufer, gemeinsam mit der Stellantis Financial Services. Zudem sagte der Konzern Verbesserungen bei der Liquidität zu, die ab 2026 zu einer höheren Profitabilität führen sollen. Alle drei Marken – Citroën, DS und Peugeot – peilen für dieses Jahr höhere Absatzzahlen in Deutschland an, sowohl bei Verbrennern als auch bei Elektroautos.
Die Händler fordern jedoch weitere Anpassungen: schnellere Garantieabwicklungen, bessere Teileverfügbarkeit sowie langfristige Lösungen, um die Rentabilität und den Cashflow zu verbessern.
Die Konferenz endete mit dem Versprechen von Stellantis, konkrete Schritte zur Händlerunterstützung einzuleiten – sowohl finanziell als auch operativ. Nun bleibt abzuwarten, ob die angekündigten Maßnahmen greifen, insbesondere die versprochene Liquiditätssteigerung und die Garantieverbesserungen. Der Fokus liegt weiterhin darauf, die Gewinne zu stabilisieren und sich auf die Marktanforderungen vorzubereiten, um den geplanten Absatzschub 2026 zu schaffen.






