18 March 2026, 00:41

SPD in Solingen kämpft um die Zukunft von acht evangelischen Kirchen und ihren Zentren

Eine Stadtansicht mit der Kirche der Versöhnung am Nerl im Hintergrund, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßeninfrastruktur, Fahrzeugen, Fußgängern und einer bewölkten Himmel.

SPD in Solingen kämpft um die Zukunft von acht evangelischen Kirchen und ihren Zentren

Die SPD-Fraktion in Solingen hat eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Zukunft örtlicher Kirchen und Gemeinschaftszentren mitzugestalten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund, dass bis 2035 über die Zukunft von acht evangelischen Kirchen und ihren zugehörigen Einrichtungen entschieden werden muss. Die Bürger zeigen großes Interesse an der Thematik – bei jüngsten Informationsveranstaltungen des Evangelischen Kirchenkreises war die Teilnahme hoch.

Der Evangelische Kirchenkreis Solingen verwaltet derzeit 13 Kirchen und neun Gemeinschaftszentren in der Stadt. Die Pläne zur Reduzierung dieser Zahl betreffen mehrere zentrale Standorte, darunter die Christuskirche mit ihrem Rupelrath-Gemeinschaftszentrum, die Evangelische Kirche Mangenberg und ihr Zentrum in der Corinthstraße sowie die Evangelische Stadtkirche Mitte, die als Sonderfall behandelt wird.

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Die SPD-Arbeitsgruppe will als Vermittlerin zwischen Kirchenvertretern und der Kommunalpolitik wirken. Beim ersten Treffen waren Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden anwesend – ein Zeichen für die breite Betroffenheit. Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte, dass Kirchen und ihre Einrichtungen eine unverzichtbare Rolle in den Stadtteilen spielten: Sie böten soziale Dienstleistungen und kulturelle Angebote.

Die SPD hat zudem praktische Herausforderungen benannt, die der Stadtrat angehen müsse. Dazu zählen Fragen der Bauleitplanung für die Umnutzung von Kirchengebäuden und Grundstücken sowie mögliche Folgen für lokale Netzwerke und Kulturprogramme, falls Gemeinschaftszentren geschlossen würden. Die Partei sicherte zu, sich weiterhin aktiv in die Diskussionen einzubringen.

Die SPD geht davon aus, dass die Zukunft der Solinger Kirchen und Gemeinschaftszentren ein zentrales Thema für das städtische Leben bleiben wird. Die Arbeitsgruppe wird die Gemeinden weiterhin begleiten, während die anstehenden Entscheidungen vorbereitet werden. Mit mehreren Standorten in der Prüfung werden die Ergebnisse die örtlichen Dienstleistungen und Gemeinschaftsräume auf Jahre hinaus prägen.

AKTUALISIERUNG

Lutherkirche plant, nach 2030 große Veranstaltungen zu beherbergen, trotz Umnutzungsplänen

Neue Details über die Zukunft der Lutherkirche sind bekannt geworden. Die Kirchenvorstand hat bestätigt, dass regelmäßige Sonntagsgottesdienste bis 2030 eingestellt werden, das Kirchengebäude jedoch für spezielle Veranstaltungen und kulturelle Aktivitäten offen bleiben wird. Wichtige Entwicklungen sind:

  • "Die Kirche wird weiterhin große Gottesdienste beherbergen und das kulturelle Angebot ausbauen", sagte Hansjörg Schweikhart.
  • Die Finanzierung für die Gebäudeunterhaltung wird nicht vom Kirchenkreis übernommen.
  • Die Einbeziehung der Gemeinde und ehrenamtliche Aktivitäten sind nun Teil des Nachhaltigkeitsplans der Kirche.