Solinger Kirche stärkt Schutz vor sexualisierter Gewalt – Kurschus' Rücktritt als Signal
Jakob MayerSolinger Kirche stärkt Schutz vor sexualisierter Gewalt – Kurschus' Rücktritt als Signal
Die Evangelische Kirche in Solingen verfügt seit 2018 über ein Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt. Dieses legt klare Richtlinien für den Umgang mit Meldungen fest und sieht bei Bedarf die Einbindung der Strafverfolgungsbehörden vor. Betroffene erhalten Unterstützung durch Vertrauenspersonen sowie externe Organisationen.
Annette Kurschus ist kürzlich von ihren Ämtern als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und als leitende Bischof der Evangelischen Kirche von Westfalen zurückgetreten. Ihr Rücktritt erfolgte vor dem Hintergrund von Vorwürfen im Zusammenhang mit einer Kirchenmitarbeiterin aus den späten 1990er-Jahren. Thomas Förster, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Solingen, betonte, ihre Entscheidung zeige Respekt vor den Bemühungen, sexualisierte Gewalt zu bekämpfen.
Das Solinger Schutzkonzept schreibt verbindliche Schulungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte der Kirche vor. Es regelt die Meldung von Vorfällen und stellt sicher, dass bei Bedarf die Ermittlungsbehörden eingeschaltet werden können. Betroffene können sich an Vertrauenspersonen oder an FABS wenden, eine unabhängige Organisation, die Opfer sexualisierter Gewalt unterstützt. Weitere Informationen zum Konzept und zu Hilfsangeboten sind unter www.klingenkirche.de abrufbar.
Die Kirche setzt ihre Schutzmaßnahmen und Unterstützungssysteme weiterhin konsequent um. Kurschus’ Rücktritt unterstreicht das anhaltende Engagement, sich mit vergangenen und aktuellen Problemen auseinanderzusetzen. Der Rahmen bleibt aktiv – mit klaren Wegen für Meldungen und Hilfeleistungen.






