16 March 2026, 00:31

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einheit im Kampf gegen Obdachlosigkeit im Winter

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtstraße mit einer Tram, Menschen auf dem Gehweg, einer Person auf einem Kinderwagen, Pfosten, einer Flagge, Gebäuden mit Fenstern, Schildern, einem Turm, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Solingens Bezirksbürgermeister fordert Einheit im Kampf gegen Obdachlosigkeit im Winter

Solingens Bezirksbürgermeister Marc Westkämper ruft alle politischen Kräfte zum gemeinsamen Kampf gegen Obdachlosigkeit im eisigen Winter auf. Er betonte, dass der Schutz gefährdeter Menschen vor schweren Erkrankungen oder dem Tod in der Kälte eine gemeinsame Verantwortung sei. Sein Appell erfolgt vor einer von der CDU initiierten Gesprächsrunde am 19. Februar, in der über Unterstützungsmaßnahmen in der Stadt beraten werden soll.

Westkämper wies Vorwürfe zurück, sein Rückhalt für einen CDU-Antrag beruhe auf Unterstützung der AfD. Stattdessen unterstrich er die Notwendigkeit eines geschlossenen Vorgehens: Die Hilfe für Obdachlose und die Berücksichtigung der Anliegen der Anwohner müssten gemeinsam gehen. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zu den Menschen, die unter der Brücke in Ohligs leben, doch lokale CDU-Vertreter haben Versorgungslücken kritisiert – obwohl sich nur 500 Meter entfernt eine Caritas-Notunterkunft befindet.

Der Bezirksbürgermeister begrüßt den Dialog mit allen Fraktionen im Stadtrat. Er hofft, dass die anstehende Sitzung des Bezirks Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am 23. Februar zu einem gemeinsamen Plan führt, um die Lebensbedingungen von Menschen ohne Obdach zu verbessern. Die CDU hat zudem eine offizielle Anfrage an den Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaftsteilhabe gestellt, mit dem Ziel, die Obdachlosenhilfe in ganz Solingen zu stärken.

Westkämper wiederholte seinen Aufruf zur Zusammenarbeit und bestand darauf, dass politische Differenzen praktische Lösungen nicht verzögern dürften. Er stehe weiterhin allen Parteien für Gespräche offen, um wirksame Wege nach vorne zu finden.

Die Gesprächsrunde am 19. Februar soll politische Gruppen zusammenbringen, um konkrete Schritte zu erörtern. Die Stadtratssitzung am 23. Februar könnte hingegen eine gemeinsame Strategie für die Obdachlosenhilfe festlegen. Mit seinem Drängen auf kollektives Handeln will Westkämper sicherstellen, dass diejenigen, die in der Kälte in Gefahr sind, umgehend Unterstützung erhalten.

AKTUALISIERUNG

CDU benennt kritische Versorgungslücken in der Solinger Obdachlosenhilfe

Die CDU hat vor den anstehenden politischen Diskussionen wichtige Defizite in der Unterstützung von Obdachlosen in Solingen identifiziert. Eine für den 17. Februar geplante Anhörung betont dringende Bedürfnisse:

  • Unzureichende niedrigschwellige Übernachtungsmöglichkeiten, insbesondere im Winter
  • Fehlende Tagesstätten mit grundlegenden Annehmlichkeiten und Hygienemöglichkeiten
  • Begrenzte medizinische Versorgung für Unversicherte
  • Unzureichende sichere Schlafzonen und Straßensozialarbeit
  • Es existiert keine umfassende Bedarfsanalyse für die obdachlose Bevölkerung der Stadt

Diese Erkenntnisse fließen in die am 19. und 23. Februar von Bezirksbürgermeister Westkämper einberufenen Sitzungen ein. Obwohl die Stadt finanziell eingeschränkt ist, betont die CDU, dass Investitionen in diese Bereiche langfristig positive Ergebnisse bringen könnten.