10 June 2026, 00:33

Solingen: Streit um neuen Mietspiegel spaltet Politik und Verbände

FDP lehnt den von der Verwaltung präsentierten Mietspiegelsentwurf ab

Solingen: Streit um neuen Mietspiegel spaltet Politik und Verbände

Solingens Mietspiegel wird seit einem halben Jahrhundert gemeinsam von Vermieter- und Mieterverbänden verwaltet. Nun hat ein Streit um eine neue qualifizierte Fassung politische Spannungen ausgelöst. Die FDP-Fraktion verweigert ihre Unterstützung für den Vorschlag der Stadtverwaltung – mit der Begründung, es gebe keine Einigung mit den wichtigsten Verbänden.

Im Februar hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, einen qualifizierten Mietspiegel auf wissenschaftlicher Grundlage zu erstellen. Der Plan sah eine Zusammenarbeit mit Vertretern der Vermieter und Mieter vor. Doch sowohl der Verband Haus & Grund als auch der Mieterverein warfen der Verwaltung später vor, ihre Bedenken im Prozess ignoriert zu haben.

Die FDP übt scharfe Kritik an der Entstehung des neuen Mietspiegels. Jürgen Albermann, Mitglied der FDP-Fraktion, argumentiert, dass ohne die Zustimmung der Verbände die Gefahr rechtlicher Unsicherheiten bestehe. Die Partei besteht darauf, dass die Unterstützung beider Gruppen unverzichtbar ist, bevor Änderungen umgesetzt werden.

Jahrzehntelang basierte Solingens Mietspiegel auf einem einfacheren Modell, das gemeinsam von den beiden Verbänden aktualisiert wurde. Die FDP fordert die Verwaltung nun auf, das bestehende System zu überarbeiten, statt die umstrittene qualifizierte Version voranzutreiben. Ihre Position bleibt klar: Ohne die volle Einbindung von Vermietern und Mietern wird es keine Zustimmung geben.

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Der qualifizierte Mietspiegel der Verwaltung verfügt derzeit nicht über die notwendige Rückendeckung. Solange die Verbände nicht einverstanden sind, wird die FDP seine Einführung blockieren. Die Zukunft der Solinger Mietregulierung hängt nun von erneuten Verhandlungen zwischen allen Beteiligten ab.

Quelle