26 June 2026, 08:07

Solingen setzt auf moderne Bestattungskultur mit pflegeleichten Alternativen

Zahl der Urnenbestattungen auf evangelischen Friedhöfen steigt

Solingen setzt auf moderne Bestattungskultur mit pflegeleichten Alternativen

Solingens evangelische Friedhöfe führen neue Bestattungsformen ein

In den vergangenen Jahren haben die evangelischen Friedhöfe in Solingen neue Bestattungsmöglichkeiten eingeführt. Dazu zählen Wiesengräber, Kolumbarien und Baumbestattungen – Alternativen, die Familien wenig Pflegeaufwand abverlangen. Die Änderungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass Urnenbeisetzungen in der Stadt immer beliebter werden.

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Seit 2014 ist die Zahl der Urnenbeisetzungen in Solingen deutlich gestiegen. 2022 machten sie 69 Prozent aller Bestattungen aus, während traditionelle Sargbeerdigungen rückläufig sind. Die Gesamtzahl der Beisetzungen bleibt jedoch mit jährlich etwa 800 bis 850 stabil.

Zu den neuen Optionen zählen Wiesengräber, Kolumbarien und Baumbestattungen. Einige Grabstätten sind mit schlichten Steinplatten oder Nischen gekennzeichnet, auf denen die Namen der Verstorbenen auf Stelen eingraviert sind. Diese Anlagen erfordern kaum Wartung, da die Friedhofsverwaltung die Pflege gegen eine einmalige Gebühr übernimmt, die in den Grabkosten enthalten ist.

Die Veränderungen stoßen bei Angehörigen auf Zustimmung, da sie die persönliche Grabpflege überflüssig machen. Daneben gibt es weitere besondere Angebote wie „Kunst- und Kultur“-Urnengräber oder Gemeinschaftsflächen wie den „Garten der Hoffnung“. Zudem sind Bestattungen nun auch für Nicht-Mitglieder möglich – eine Abkehr von früheren Regelungen.

Der Anstieg der Urnenbeisetzungen und die neuen pflegeleichten Alternativen spiegeln veränderte Wünsche der Solinger Bevölkerung wider. Die Friedhofsverwaltung übernimmt mittlerweile die Betreuung der meisten dieser Grabstätten, was den Prozess für die Hinterbliebenen vereinfacht. Die jährliche Zahl der Beisetzungen bleibt mit etwa 800 bis 850 Bestattungen pro Jahr konstant.

Quelle