Solingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Feiern
Tobias LehmannSolingen gedenkt 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag mit bewegenden Feiern
Solingen gedenkt mit feierlichen Veranstaltungen des 30. Jahrestags des Brandanschlags
Die Stadt Solingen begeht den 30. Jahrestag des rassistischen Brandanschlags mit einer Reihe würdevoller Gedenkveranstaltungen. Mit den Feierlichkeiten ehrt die Stadt die Opfer und ihr Vermächtnis. Prominente Persönlichkeiten, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, werden an den Zeremonien teilnehmen.
Den Auftakt der Gedenkfeiern bildet am 28. Mai die Umbenennung des Mercimek-Platzes in Mevlüde-Genç-Platz. Die Namensänderung würdigt die Opfer sowie Mevlüde Genç, die sich jahrelang unermüdlich für die Bewahrung ihrer Erinnerung eingesetzt hat.
Am 29. Mai findet um 14:00 Uhr im Theater und Konzerthaus Solingen die zentrale Gedenkveranstaltung statt. Bundespräsident Steinmeier und weitere hochrangige Gäste – darunter Politiker aus Bund und Land – werden vor rund 600 geladenen Teilnehmern Ansprachen halten. Für ältere und mobilitätseingeschränkte Besucher werden Shuttle-Dienste zum Veranstaltungsort angeboten.
Im Anschluss folgt am Untere Wernerstraße eine Gedenkfeier, bei der Stelen mit Porträts der Opfer enthüllt werden. Noch am selben Tag eröffnet die Ausstellung „Den Opfern ein Gesicht, den Überlebenden eine Stimme geben“. Den Abschluss der Gedenkveranstaltungen bildet ein Schweigemarsch zur Mildred-Scheel-Schule, gefolgt von einem gemeinsamen Gebet.
Die Veranstaltungen erinnern an die Opfer des Anschlags und ihre bleibende Prägung der Stadt Solingen. Mit der Umbenennung des Platzes, der neuen Ausstellung und weiteren Initiativen will die Stadt ihr Andenken für kommende Generationen bewahren.
