Solingen ehrt die vergessenen Mütter des Grundgesetzes in neuer Ausstellung
Jakob MayerSolingen ehrt die vergessenen Mütter des Grundgesetzes in neuer Ausstellung
In Solingen läuft derzeit die Ausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes“. Sie erinnert an das 74-jährige Jubiläum des Inkrafttretens des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und würdigt die Frauen, die maßgeblich an der Gestaltung der Verfassung mitwirkten.
Das Grundgesetz wurde von 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rates ausgearbeitet und verabschiedet – darunter nur vier Frauen: Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Wessel und Helene Weber. Die Sozialdemokratin Selbert setzte sich besonders für Artikel 3, Absatz 2 ein, der die Gleichberechtigung von Männern und Frauen garantiert.
Veranstalter der Ausstellung sind das Gleichstellungsbüro der Stadt Solingen und die Bergische Volkshochschule. Sie ist Teil der Veranstaltungsreihe „Frauen! Macht! Politik!“ und noch bis zum 22. Juni 2023 zu sehen. Besucher finden sie im Verwaltungsflügel links vom VHS-Forum im 3. Obergeschoss des Solinger Kulturzentrums, Mummstraße 10.
Die Ausstellung hat montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Sie bietet einen vertieften Einblick in das Wirken der vier Frauen, die am Entwurf des deutschen Verfassungsdokuments mitarbeiteten.
