Solingen behält Schlaganfallversorgung – doch der Zeitdruck wächst
Iris Preuß-Buchholz, Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, hat die Entscheidung der Kplus-Gruppe begrüßt, Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung nach Hilden aufzugeben. Sie bezeichnete diesen Schritt als positiven Fortschritt für Solingen und den südlichen Kreis Mettmann. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Streitigkeiten über Investitionen im Gesundheitswesen und die Krankenhaussteuerung in der Region.
Preuß-Buchholz betonte, dass das Solinger Städtische Krankenhaus bereits alle Voraussetzungen für hochwertige Diagnostik und Behandlung erfülle. Doch stehe die Einrichtung nun vor einer großen Herausforderung: den Neubau einer neurologischen Abteilung inklusive einer Stroke Unit in sehr kurzer Zeit zu realisieren.
Die Verantwortung für die Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses wies sie vollständig der Kplus-Führung zu. deren scharfe Kritik an ihrer Haltung nannte sie „peinlich und empörend“. Zugleich wies sie Vorwürfe zurück, wonach das Krankenhaus, Oberbürgermeister, Ratsfraktionen oder der SPD-Politiker Josef Neumann Schuld an der Situation trügen.
Die SPD-Politikerin forderte konkrete finanzielle Zusagen der Landesregierung für die millionenschweren Gesundheitsinvestitionen. Sie hinterfragte das Fehlen eines direkt gewählten CDU-Landesvertreters und rief Sebastian Haug dazu auf, sich auf die Gesundheit der Solinger Bürger zu konzentrieren – statt auf Parteipolitik.
Die Entscheidung sichert die Schlaganfallversorgung vorerst in Solingen. Doch muss die Stadt nun schnell die Finanzierung klären und neue Strukturen schaffen. Preuß-Buchholz besteht darauf, dass das Land die dringenden Bedürfnisse im Gesundheitsbereich unterstützen muss.






