27 April 2026, 10:11

RTLs teure Wette auf Stefan Raab floppt – Millionen-Deal enttäuscht

Großer Raum mit mehreren wandmontierten Fernsehern, die ein Sportwetten-System anzeigen, Glasfenster, Deckenbeleuchtung und andere Gegenstände.

RTLs teure Wette auf Stefan Raab floppt – Millionen-Deal enttäuscht

RTLs Partnerschaft mit Stefan Raab sollte den Streamingdienst RTL+ beflügeln – doch aus dem Millionen-Deal wurde bisher eine Enttäuschung. Der Medienkonzern setzte große Hoffnungen in das Comeback des Entertainers und investierte massiv, in der Erwartung, dass seine Formate neue Abonnenten gewinnen würden. Nach schwachen Quoten und hohen Kosten mehren sich nun jedoch interne Kritikstimmen.

2022 unterzeichnete RTL einen langfristigen Vertrag mit Raab, der dessen Produktionsfirma ein Mindestvolumen von 90 Millionen Euro für Sendungen garantierte. Die Vereinbarung war zentral für RTLs Strategie: Content-Chefin Inga Leschek prophezeite damals, Raabs Rückkehr werde die Abonnementszahlen von RTL+ in die Höhe treiben. Seine erste Show, "Hier gewinnst du keine Million", lockte zunächst neue Zuschauer an – doch die Einschaltquoten sanken bald rapide.

Das Format wurde später vom Streaming- in das lineare Fernsehen verlagert, doch auch dort erholten sich die Zahlen nicht – besonders bei der jungen Zielgruppe. Leschek räumte ein, das hybride Konzept sei schwer vermarktbar gewesen, was schließlich zur Einstellung führte. Auch Raabs zweite Show, "Die Stefan Raab Show", blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete teilweise enttäuschende Zuschauerzahlen.

Hinter den Kulissen wächst die Unzufriedenheit. Ein RTL-Mitarbeiter bestätigte Bedenken wegen der hohen Produktionskosten bei geringen Erträgen. Der YouTuber Klengan behauptete sogar, schwache Werbeeinnahmen durch Raabs Formate hätten zu Entlassungen oder auslaufenden Verträgen geführt. Trotz der Rückschläge ist RTL vertraglich noch fast drei weitere Jahre an Raab gebunden.

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Bisher hat sich RTLs Wette auf Stefan Raab nicht ausgezahlt. Da die Shows Zuschauer nicht halten und die Kosten steigen, steht das Unternehmen nun vor schwierigen Entscheidungen. Die vertragliche Laufzeit macht eine weitere Zusammenarbeit unvermeidbar – doch die finanziellen und publizistischen Folgen bleiben ungewiss.

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