31 March 2026, 08:12

Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie fällt überraschend

Altes deutsches Aktienzertifikat mit Stadtansicht und gedrucktem Text.

Rheinmetall erhält Millionenauftrag für Skyranger-35 – doch die Aktie fällt überraschend

Rheinmetall sichert Großauftrag im Wert von mehreren hundert Millionen Euro für Skyranger-35-Luftabwehrsysteme

Der Deal, finanziert über den EU-weite Mechanismus zur Abschöpfung von Zufallsgewinnen zugunsten der Ukraine, unterstreicht einmal mehr den wachsenden Bedarf an deutscher Rüstungstechnologie in Europa. Dennoch gab die Aktie des Konzerns an einigen Börsen um über 2 % nach.

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Die Auftragsvergabe sieht vor, dass die Rheinmetall Italia SpA in Rom die Skyranger-35-Systeme fertigt. Das auf dem Fahrgestell des Leopard-1 basierende Modell ist weiterhin stark nachgefragt – auch vonseiten der Bundeswehr. Die Dimension des Geschäfts verdeutlicht den steigenden Bedarf an Drohnenabwehrlösungen in ganz Europa.

In den vergangenen Jahren hat Rheinmetall seine Marktposition deutlich ausgebaut. Der Aktienkurs kletterte von unter 83 Euro Anfang 2022 auf knapp 2.000 Euro im Oktober 2025, was die Marktkapitalisierung auf rund 72 Milliarden Euro steigen ließ. Ein ähnlicher Aufschwung war beim Konkurrenten Hensoldt zu beobachten: Dort stieg der Kurs von 11,60 Euro auf über 117 Euro im selben Zeitraum.

Doch die Rüstungsbranche bleibt unberechenbar. Am Tag der Vertragsbekanntgabe verlor die Rheinmetall-Aktie an der XETRA 1,16 %, an der Tradegate sogar über 2 %. Analysten bewerten weiterhin, ob Anleger die Papiere halten, kaufen oder verkaufen sollten – die branchenweite Volatilität spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Der neue Auftrag festigt Rheinmetalls Rolle beim Ausbau der europäischen Luftverteidigung. Da er über EU-Mittel finanziert wird, unterstreicht er die strategische Bedeutung deutscher Systeme. Dennoch zeigen die Marktschwankungen: Selbst große Aufträge garantieren keine sofortigen Kursgewinne.

Quelle