Rhein-Kreis Neuss digitalisiert Anträge für Kinder- und Jugendhilfe
Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss führt digitale Antragstellung für wirtschaftliche Kinder- und Jugendhilfe ein
Das Jugendamt des Rhein-Kreises Neuss hat eine neue digitale Antragsplattform für Leistungen der wirtschaftlichen Kinder- und Jugendhilfe eingeführt. Das Online-Formular soll den Prozess vereinfachen und es Eltern ermöglichen, Anträge und Unterlagen ohne persönlichen Besuch oder E-Mail-Versand einzureichen. Laut Behördenangaben zielt die Neuerung darauf ab, den Papierkram zu reduzieren und die Unterstützung für Familien zu beschleunigen.
Das Amt bearbeitet jährlich rund 450 Anfragen zu finanzieller und persönlicher Hilfe. Bisher mussten Eltern ihre Unterlagen per Post, E-Mail oder vor Ort einreichen. Das neue System vereinfacht dies, indem Nutzer Dokumente direkt über ein sicheres Portal hochladen können.
Das digitale Formular führt Antragsteller Schritt für Schritt durch die erforderlichen Abschnitte und gewährleistet so einen barrierefreien Zugang. Ulrike Schmitz-Doering, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaftliche Hilfe und Amtsvormundschaft, verwies auf positive Rückmeldungen zu früheren digitalen Dienstleistungen. Sie ist überzeugt, dass das neue Tool die Prüfung der Anspruchsberechtigung schneller und nutzerfreundlicher gestalten wird.
Stephanie Schulze, Sachbearbeiterin für wirtschaftliche Kinder- und Jugendhilfe, erläuterte, dass das Formular die Bearbeitung erleichtert. Zudem markiert es die erste Phase des Übergangs zu vollständig elektronischen Akten. Das Jugendamt ist zuständig für alle Leistungen der Jugendhilfe in Jüchen, Korschenbroich und Rommerskirchen und organisiert zudem die Vollzeitpflege in Kaarst und Meerbusch.
Mit der Online-Anwendung entfällt die Notwendigkeit, Unterlagen physisch oder per E-Mail einzureichen. Eltern können die Formulare nun bequem von zu Hause aus ausfüllen und absenden, was Verzögerungen und Verwaltungsaufwand verringert. Die Behörde erwartet, dass die Umstellung die Effizienz sowohl für die Mitarbeiter als auch für die hilfesuchenden Familien deutlich verbessern wird.






