Rettungsdienst in NRW am Limit: Freie Wähler fordern dringende Reformen
Miriam WeberRettungsdienst in NRW am Limit: Freie Wähler fordern dringende Reformen
Freie Wählergemeinschaft Nordrhein-Westfalen warnt vor Lücken im Rettungsdienst
Die Freie Wählergemeinschaft Nordrhein-Westfalen hat auf gravierende Defizite im Rettungswesen der Region hingewiesen. Besonders kritisiert die Vereinigung fehlende gesetzliche Vorgaben für Einsatzzeiten von Rettungsfahrzeugen sowie eine zunehmende Personalnot. Nun fordert sie dringende Reformen des Rettungsdienstgesetzes.
Nach aktuellem Recht liegt die Verantwortung für die Besetzung der Rettungsdienste bei den einzelnen Kommunen. Doch viele kleinere Städte und Gemeinden scheitern an den hohen Kosten und logistischen Hürden, um eigenes Personal auszubilden. Stattdessen werben sie häufig qualifizierte Kräfte aus größeren Städten ab – was die Personalknappheit an anderen Orten noch verschärft.
Die Vereinigung warnt, dass sich das Problem in den kommenden Jahren weiter zuspitzen wird, da eine Welle von Pensionierungen bevorsteht. Ohne Gegenmaßnahmen müssten Bürger künftig mit deutlich längeren Wartezeiten auf Rettungswagen rechnen. Bisher gibt es keinerlei gesetzliche Standards, wie schnell Einsatzfahrzeuge bei Patienten eintreffen müssen.
Um die Missstände zu beheben, schlägt die Freie Wählergemeinschaft mehrere Maßnahmen vor: Sie fordert verbindliche Höchstgrenzen für Einsatzzeiten, die im Rettungsdienstgesetz verankert werden sollen. Zudem verlangt sie eine vollständige Landesfinanzierung für schulische Ausbildungsprogramme. Zusätzlich sollen Zuschüsse die Ausbildungsvergütung von angehenden Rettungskräften sichern. Die Vereinigung plädiert außerdem für den Aufbau beruflicher Schulen und spezialisierter Ausbildungszentren für Rettungsfachpersonal.
Ziel der Vorschläge ist es, schnellere Einsatzzeiten und eine stabile Personaldecke im Rettungsdienst zu gewährleisten. Würden die Reformen umgesetzt, gäbe es klare Zeitvorgaben für Einsatzfahrzeuge und eine finanzielle Entlastung für kleinere Kommunen. Damit ließe sich künftigen Personalengpässen vorbeugen – und eine gleichbleibend hohe Versorgungsqualität in der gesamten Region sichern.
