15 April 2026, 18:09

Remscheid will Poser-Treffen mit Versammlungsverbot und hohen Bußgeldern stoppen

Polizeiauto vor einer Menschenmenge während einer Silvesterfeier in Berlin geparkt, mit farbigen Feuerwerken am Himmel.

Remscheid will Poser-Treffen mit Versammlungsverbot und hohen Bußgeldern stoppen

Remscheid geht mit neuen Maßnahmen gegen die lärmenden Treffen der Poser- und Tuning-Szene vor. Die Stadt plant, auf öffentlichen Parkplätzen ein "Versammlungsverbot" einzuführen, das gezielt gegen große Gruppen modifizierter Fahrzeuge gerichtet ist. Bei Verstößen drohen nach der geplanten Regelung Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.

Der Vorschlag wird am Donnerstag im Stadtrat beraten. Sollte er angenommen werden, wären damit Zusammenkünfte der Poser-Szene verboten, bei denen oft bis zu 40 stark getunte Autos zusammenkommen. Anwohner hatten wiederholt über Belästigungen durch solche Treffen geklagt.

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Es ist nicht der erste Versuch der Stadt, das Problem in den Griff zu bekommen. Ein ähnlicher Antrag war vor drei Jahren vom Rat abgelehnt worden. Nun drängen die Verantwortlichen erneut auf eine Lösung – diesmal mit zusätzlichen Maßnahmen.

Stadträtin Barbara Reul-Nocke skizzierte weitere Pläne zur Lärmreduzierung in der Nacht, darunter die Installation von Bodenschwellen und "Schlafpolizisten" auf Straßen, die häufig von Posern genutzt werden. Zudem habe die Stadt Gespräche mit Betreibern privater Parkplätze geführt und ihnen einen direkten Polizeikontakt angeboten, um eigene Verbote durchzusetzen.

Ziel der neuen Regeln ist es, Lärm und Störungen für die Anwohner zu verringern. Private Parkplatzbetreiber erhalten Unterstützung, um Verbote auf ihrem Gelände umzusetzen. Die Entscheidung des Rates am Donnerstag wird zeigen, ob das Bußgeld in Höhe von 1.000 Euro tatsächlich kommt.

Quelle