Reizgas-Überfall in Meerbusch eskaliert: Opfer und Täter erstatten Anzeige
Tobias LehmannReizgas-Überfall in Meerbusch eskaliert: Opfer und Täter erstatten Anzeige
Raubüberfall in Meerbuschs Stadtteil Lank-Latum am Montagabend
Ein 20-jähriger Mann aus der Region wurde am Montagabend in Meerbuschs Ortsteil Lank-Latum bei dem Versuch, ein Handy zu verkaufen, mit Reizgas angegriffen. Der Vorfall hat zu wechselseitigen Anzeigen und laufenden polizeilichen Ermittlungen geführt.
Das Opfer hatte den Verkauf über eine Online-Plattform vereinbart. Gegen 21:20 Uhr an der Straße Im Schieb näherten sich ihm zwei Personen, besprühten ihn mit Reizgas und raubten sein Eigentum. Die Täter flüchteten anschließend in verschiedene Richtungen – einer in Richtung Rostocker Straße, der andere zur Mühlenstraße. Bei dem Angriff erlitt das Opfer keine schweren Verletzungen.
Später am Abend, gegen 23:30 Uhr, stellte das Opfer gemeinsam mit fünf Bekannten an der Bushaltestelle Haus Meer in Büderich einen der mutmaßlichen Räuber. Ein 20-jähriger deutsch-philippinischer Mann, der als einer der Tatverdächtigen gilt, soll von der Gruppe geschlagen und getreten worden sein. Als die 44-jährige Mutter und die jugendliche Schwester des Opfers am Tatort eintrafen, gerieten auch sie in den Einflussbereich des Reizgases.
Die Polizei entnahm dem Verdächtigen eine Blutprobe, bevor er wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Die Behörden suchen weiterhin nach dem zweiten Täter, der als 17-jähriger Jugendlicher mit arabischem Erscheinungsbild beschrieben wird. Er trug zum Zeitpunkt der Tat hellblaue Jeans, eine schwarze Parajumpers-Jacke und einen Ziegenbart. Beide Parteien haben inzwischen gegeneinander Anzeige erstattet – die eine wegen schwerer Körperverletzung, die andere wegen schweren Raubes.
Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei verfolgt Hinweise, um den zweiten Verdächtigen ausfindig zu machen. Je nach Beweislage werden rechtliche Schritte gegen beide Seiten eingeleitet.
