25 June 2026, 04:07

RAW-Gelände in Berlin: Kulturschmiede zwischen Räumung und Neubauten

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturschmiede zwischen Räumung und Neubauten

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes steht auf dem Spiel, da sich die Konflikte zwischen der Stadt, dem Bezirk und dem privaten Eigentümer zuspitzen. Einige Mieter, darunter der Club Cassiopeia, wurden aufgefordert, die Räumlichkeiten zu verlassen, während anderen neue Verträge angeboten wurden. Das Gelände, einst ein Bahnbetriebswerk, beherbergt heute in seinen historischen Hallen Clubs, Bars, Ateliers und kulturelle Einrichtungen.

Das RAW-Gelände blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich diente es der Wartung der Reichsbahn-Züge, wurde aber nach dem Fall der Berliner Mauer aufgegeben. Heute ist es ein lebendiger Ort mit Konzertlocations, einem Biergarten, einer Skatehalle, einer Boulderhalle und saisonalen Märkten.

Im Mittelpunkt des Streits stehen Pläne für Wohnungsneubauten. Die Kurth Group, die private Eigentümerin, forderte eine beschleunigte Baugenehmigung als Voraussetzung für die Fortsetzung der Verhandlungen. Zudem warf die Gruppe der Stadt vor, frühere Absprachen gebrochen und ohne Absprache neue Forderungen gestellt zu haben.

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Senat und Bezirk konterten mit dem Vorwurf, die Kurth Group gefährde die vielfältige soziokulturelle Szene des Geländes. Bereits haben Proteste begonnen: Dutzende versammelten sich am Kurfürstendamm unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“. Kern des Konflikts sind die Anzahl der geplanten Wohnungen und der Erhalt der historischen Hallen, in denen Clubs und Kulturstätten untergebracht sind.

Dem Club Cassiopeia droht bereits nächste Woche die Räumung. Sollte keine Lösung gefunden werden, könnten weitere Einrichtungen folgen. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, ob das RAW-Gelände seine kulturelle Identität bewahrt – oder einer umfassenden Umgestaltung weichen muss.

Quelle