Preis schlägt Qualität: Wie Deutsche 2025 einkaufen und Handelsmarken lieben
Anton GüntherPreis schlägt Qualität: Wie Deutsche 2025 einkaufen und Handelsmarken lieben
Eine neue Studie zeigt, wie deutsche Verbraucher bei der Produktauswahl Preis, Qualität und Nachhaltigkeit gewichten. Die von der internationalen Unternehmensberatung Simon-Kucher durchgeführte Erhebung belegt zudem eine starke Vorliebe für Handelsmarken. Über 2.000 Konsumenten gaben im Spätherbst 2024 Auskunft über ihre Einkaufsgewohnheiten.
Die Simon-Kucher Shopper-Studie 2025, die im Dezember 2024 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio entstand, ergab, dass für 60 Prozent der Verbraucher der Preis das entscheidende Kriterium ist. An zweiter Stelle steht mit 37 Prozent die Qualität, während Nachhaltigkeit für 30 Prozent eine Rolle spielt. Besonders beliebt sind Eigenmarken der Händler: 52 Prozent der Deutschen greifen in Supermärkten und Drogerien regelmäßig zu diesen Produkten.
In Haushalten mit niedrigem Einkommen setzen sogar 36 Prozent fast ausschließlich auf die günstigeren Alternativen. Der Trend hält unvermindert an – 73 Prozent der Deutschen wollen weiterhin Handelsmarken kaufen, und 13 Prozent planen, dies sogar noch häufiger zu tun. Überraschenderweise gaben 14 Prozent an, ihren Konsum von Eigenmarken selbst dann zu steigern, wenn die Preise insgesamt sänken.
Die Studie verzeichnet zudem eine Veränderung der Einkaufsfrequenz: Mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) besucht Lebensmittelgeschäfte mittlerweile mehrmals pro Woche. Dies deutet auf einen Wandel hin – weg vom wöchentlichen Großeinkauf, hin zu kleineren, häufigeren Einkäufen.
Simon-Kucher, eine Beratungsgesellschaft mit über 2.000 Mitarbeitern in 30 Ländern, unterstützt Unternehmen dabei, durch optimierte Strategien zu wachsen. Ihr Leitmotiv „Besseres Wachstum entfalten“ prägt die Analyse von Verbraucherverhalten und Markttrends.
Die Ergebnisse bestätigen, dass der Preis für die meisten Käufer nach wie vor das wichtigste Kriterium bleibt, auch wenn Qualität und Nachhaltigkeit weiterhin eine Rolle spielen. Handelsmarken dominieren weiterhin die Einkaufskörbe der Deutschen, und viele Verbraucher wollen ihnen treu bleiben. Gleichzeitig deutet die Zunahme der Einkaufsfrequenz auf eine veränderte Herangehensweise an die Haushaltsplanung hin.






