Pensionierter Arzt am Düsseldorfer Flughafen mit 300 verschreibungspflichtigen Tabletten erwischt
Jakob MayerPensionierter Arzt am Düsseldorfer Flughafen mit 300 verschreibungspflichtigen Tabletten erwischt
Zollbeamte am Flughafen Düsseldorf haben einem 68-jährigen Arzt, der aus der Türkei einreiste, mehr als 300 Tabletten abgenommen. Bei den beschlagnahmten Medikamenten handelte es sich um verschreibungspflichtige Arzneimittel und kontrollierte Substanzen, was eine Ermittlung auslöste. Der Mann gab an, die Tabletten seien für ein Familienmitglied bestimmt und nicht für den Eigenbedarf.
Der Vorfall ereignete sich, als der Reisende, ein pensionierter Arzt, bei einer Routinekontrolle angehalten wurde. Unter den beschlagnahmten Präparaten befanden sich 120 Ritalin-Tabletten, eine in Deutschland kontrollierte Substanz. Die Behörden stellten fest, dass die Medikamente gegen Einfuhrbestimmungen verstoßen.
Der Mann erklärte, er habe die Arzneimittel für die medizinische Behandlung eines Angehörigen transportiert. Trotz seiner Aussage leiteten die Zollbeamten ein Strafverfahren ein und behielten die Tabletten ein. Der Mann durfte den Flughafen ohne die Medikamente verlassen, muss nun aber mit möglichen rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Die beschlagnahmten Tabletten bleiben bis zum Abschluss der Ermittlungen in der Obhut des Zolls. Anschließend werden sie gemäß den üblichen Verfahren vernichtet. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Deutschland keine vergleichbaren Fälle bekannt, in denen Ärzte unerlaubt Medikamente auf internationalen Flügen transportierten.
Die Ermittlungen zu den beschlagnahmten Medikamenten laufen noch. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann Strafen nach den deutschen Gesetzen zur Einfuhr von Betäubungsmitteln. Der Fall unterstreicht die strengen Kontrollen beim Mitbringen von verschreibungspflichtigen und kontrollierten Substanzen ins Land.






