Obdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt 2025 um fast neun Prozent an
Miriam WeberObdachlosigkeit in Mönchengladbach steigt 2025 um fast neun Prozent an
Mönchengladbach verzeichnete 2025 einen Anstieg der Obdachlosigkeit – die Zahlen stiegen um fast neun Prozent. Im vergangenen Jahr erhielten Hundertschaften von Betroffenen, darunter Männer, Frauen und Familien in prekären Wohnverhältnissen, in den städtischen Einrichtungen Unterstützung. Zwei zentrale Notunterkünfte spielten dabei eine entscheidende Rolle und boten das ganze Jahr über Schutz und Hilfe.
Insgesamt wurden 2025 in der Stadt 221 obdachlose Menschen registriert – ein Anstieg im Vergleich zu 2024, der die anhaltenden wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen widerspiegelt. Viele blieben monatelang in kommunalen Notunterkünften, da sie keine stabile Wohnmöglichkeit fanden.
Die Männer-Notunterkunft an der Breiten Straße nahm im vergangenen Jahr 244 Personen auf. Die Einrichtung ist rund um die Uhr geöffnet, bietet bis zu 70 Schlafplätze und professionelle Betreuung durch Sozialarbeiter:innen. Sie garantiert obdachlosen Männern sichere und geschützte Unterbringung in akuten Notsituationen.
Die Frauen- und Familienunterkunft im Luisental unterstützte unterdessen 125 Menschen, darunter 29 Familien. Im Gegensatz zur Männerunterkunft erfordern Familieneinrichtungen mehr Platz – sowohl wegen der begrenzten Kapazitäten als auch aufgrund der Schwierigkeiten, langfristig passenden Wohnraum zu finden.
Beide Einrichtungen konzentrieren sich darauf, kurzfristig Sicherheit zu bieten und gleichzeitig den Übergang in dauerhaftes Wohnen zu begleiten. Die Stadt plant, diese Bemühungen auszuweiten, indem bestehende Programme gestärkt und der Zugang zu stabilen Wohnlösungen verbessert wird.
Insgesamt halfen die beiden Unterkünfte 2025 über 350 Menschen. Angesichts des steigenden Obdachlosenproblems arbeitet die Stadt daran, ihre Unterstützungssysteme weiter auszubauen. Das Ziel bleibt, Schutz zu gewähren und nachhaltige Wege aus der Obdachlosigkeit für die besonders gefährdeten Bewohner:innen zu schaffen.






