19 June 2026, 18:06

NRW plant höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute – Proteste wachsen

Verdi: "Finger weg von der Altersgrenze der Feuerwehren - Die 60 müssen bleiben!"

NRW plant höhere Altersgrenze für Feuerwehrleute – Proteste wachsen

Nordrhein-Westfalens Innenministerium prüft Gesetzentwurf zur Anhebung des Rentenalters für Feuerwehrleute

Der Vorstoß erfolgt, während die Behörden Personalengpässe und demografische Veränderungen bewältigen wollen. Über 5.000 Feuerwehrkräfte in der Region haben sich bereits gegen den Plan ausgesprochen.

Ziel des geplanten Gesetzes ist es, die Dienstzeit von Feuerwehrleuten zu verlängern, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten. Die Verantwortlichen argumentieren, dass eine höhere Altersgrenze dem Rückgang bei Neueinstellungen und der alternden Belegschaft entgegenwirken könnte.

Die Gewerkschaft ver.di lehnt den Vorschlag entschieden ab. Tjark Sauer, bei ver.di zuständiger Sekretär für den Feuerwehrbereich in NRW, warnte, dass eine Anhebung der Altersgrenze potenzielle Bewerber abschrecken könnte. Die Gewerkschaft besteht darauf, die bisherige Obergrenze von 60 Jahren beizubehalten.

Mehr als 5.000 Feuerwehrleute unterzeichneten eine Petition zur Beibehaltung der bestehenden Regelung. Sie argumentieren, dass eine Erhöhung des Rentenalters keine besseren Dienstleistungen garantiert und die körperlichen Anforderungen des Berufs ignoriert.

Das Innenministerium prüft den Gesetzentwurf weiterhin. Die Gewerkschaft ver.di bleibt bei ihrer ablehnenden Haltung und verweist auf Bedenken bei der Personalgewinnung sowie die Wertschätzung der aktuellen Belegschaft. Die Debatte zeigt die Schwierigkeiten auf, Arbeitsmarktbedürfnisse mit beruflichen Erwartungen in Einklang zu bringen.

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