NRW führt beim Cannabisanbau: 113 Vereine genehmigt – Bayern bleibt zurückhaltend
Anton GüntherFast 100 Cannabis-Anbau-Vereine genehmigt in NRW - NRW führt beim Cannabisanbau: 113 Vereine genehmigt – Bayern bleibt zurückhaltend
Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich als Vorreiter im deutschen Cannabisanbau etabliert, seit die Bundesregierung ab dem 1. Juli 2024 Anbauvereinen die Beantragung von Genehmigungen ermöglicht hat. Bis März 2026 genehmigte das Land 113 dieser Vereine – die höchste Zahl bundesweit –, während 77 Anträge noch geprüft werden.
Die Zulassungen variieren innerhalb NRWs deutlich. Im Regierungsbezirk Arnsberg wurden 21 Cannabis-Clubs bewilligt, 12 stehen noch aus, einer wurde abgelehnt. Düsseldorf folgt mit 27 Genehmigungen von insgesamt 53 Anträgen, wobei sechs zurückgenommen wurden. In Köln gab es 25 Bewilligungen bei 54 Einreichungen, 26 sind noch offen, drei wurden zurückgezogen.
In Münster wurden 13 Vereine genehmigt, neun werden noch geprüft, zwei Anträge zogen die Initiatoren zurück. Der Regierungsbezirk Detmold verzeichnet 11 Bewilligungen bei 24 Anträgen, zehn sind noch aktiv, drei wurden zurückgenommen.
Bundesweit sind bis März 2026 397 Anbauvereine zugelassen. Bayern gilt als das restriktivste Bundesland mit nur neun Genehmigungen. Die schwarz-rote Koalition evaluiert weiterhin die Auswirkungen der teilweisen Cannabis-Legalisierung, während die Vereine strenge Auflagen erfüllen müssen, um legal operieren zu dürfen.
Mit 113 genehmigten Cannabis-Clubs führt NRW den regulierten Markt in Deutschland an. Bei 77 noch ausstehenden Anträgen steht das Vorgehen des Landes im scharfen Kontrast zu Bayerns zurückhaltender Praxis. Die laufende Überprüfung durch die Bundesregierung wird zeigen, ob das aktuelle System bestehen bleibt.






