NRW fordert Mutterschutz für Selbstständige – und setzt Berlin unter Druck
Jakob MayerNRW fordert Mutterschutz für Selbstständige – und setzt Berlin unter Druck
Nordrhein-Westfalen drängt auf gesetzlichen Mutterschutz für Selbstständige in ganz Deutschland
Die Landesregierung hat ihre Forderung erneuert – gestützt durch eine Machbarkeitsstudie und ein breites Bündnis aus Unterstützern. Nun wird die Bundesregierung aufgefordert, die bestehende gesetzliche Lücke zu schließen.
Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat auf Basis einer landesfinanzierten Studie konkrete Vorschläge erarbeitet. Kernpunkt ist ein einmaliger, pauschaler Lohnersatz während der Schutzfrist. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im Juli vorgestellt.
Nordrhein-Westfalen hat bereits Initiativen ergriffen: Über den Bundesrat wurde ein Vorstoß gestartet, und ein Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufgebaut. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als Berufsrisiko behandelt werden dürfe. „Jetzt ist Berlin am Zug“, forderte sie.
Das Bundeswirtschaftsministerium reagierte kürzlich mit einer Fachkonferenz in der Hauptstadt. Vertreter verschiedener Branchen diskutierten, wie Mutterschutz für selbstständige Frauen umgesetzt werden kann. Aktuell bringen in Deutschland jährlich rund 27.000 Selbstständige Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte.
Das Land zeigt sich entschlossen: Es pocht auf echte Gleichstellung im Mutterschutz, unabhängig vom Beschäftigungsverhältnis. Die WHKT-Vorschläge werden im kommenden Monat finalisiert und veröffentlicht. Bei einer Umsetzung könnten sie tausenden Selbstständigen finanzielle Sicherheit während der Schutzfrist bieten. Der nächste Schritt liegt nun bei den Bundespolitikern in Berlin.






