NRW braucht dringend mehr klimaneutralen Wasserstoff – doch die Produktion reicht nicht aus
Anton GüntherNRW braucht dringend mehr klimaneutralen Wasserstoff – doch die Produktion reicht nicht aus
Ein neuer Bericht der Initiative IN4climate.NRW unterstreicht den steigenden Bedarf an klimaneutralem Wasserstoff in Nordrhein-Westfalen. Der Energiesektor, die Grundstoffindustrie und mittelständische Unternehmen der Region werden bis 2045 deutlich mehr Wasserstoff benötigen, als die aktuelle Produktion decken kann.
Nordrhein-Westfalen kann sich zur Deckung seines künftigen Wasserstoffbedarfs nicht allein auf die heimische Erzeugung verlassen. Der Ausbau regionaler erneuerbarer Energien wird nur einen Teil der Nachfrage abdecken.
Der Bericht sieht Pipeline-Importe aus den Niederlanden, der Iberischen Halbinsel oder Skandinavien als effizientesten Weg für den Wasserstofftransport. Auch schiffbasierte Importe aus globalen Drehscheiben könnten eine Rolle spielen, erfordern jedoch möglicherweise zusätzliche Umwandlungsschritte.
Grüner Ammoniak wird als kurzfristige Lösung für den Import und die Nutzung von Wasserstoff in der Region vorgeschlagen. Die Kosten der verschiedenen Importmethoden liegen derzeit auf ähnlichem Niveau und dürften sich mit der Marktreife weiter angleichen.
Die Studie bestätigt, dass Nordrhein-Westfalen ein Mix aus Importrouten entwickeln muss, um seine Wasserstoffversorgung zu sichern. Pipeline- und Schiffsimporte werden entscheidend sein, um die lokale Produktion zu ergänzen. Mit diesem Ansatz soll der wachsende industrielle und energetische Bedarf der Region bis 2045 gedeckt werden.
