Neuer Schutzkonzept-Generator soll Missbrauch in NRW-Sportvereinen stoppen
Tobias LehmannNeuer Schutzkonzept-Generator soll Missbrauch in NRW-Sportvereinen stoppen
Landessportbund Nordrhein-Westfalen stellt neues Tool gegen sexuellen Missbrauch in Vereinen vor
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat ein neues Instrument eingeführt, um sexuellen Missbrauch in Sportvereinen zu verhindern. Das heute in Essen vorgestellte "Schutzkonzept-Generator" soll sichere Umfelder für junge Athletinnen und Athleten schaffen. Es bietet klare Leitlinien und praktische Schritte, die Sportorganisationen umsetzen können.
Das Tool funktioniert wie ein Fragebogen und ist damit für jeden Verein einfach anwendbar. Es hilft, Risikobereiche zu identifizieren – etwa Umkleidekabinen oder Einzeltrainingsstunden –, in denen Missbrauch drohen könnte. Vereine können daraufhin gezielt Maßnahmen ergreifen, um diese Gefahren zu beseitigen.
Eine zentrale Regel lautet: Trainerinnen und Trainer dürfen niemals allein mit einem einzelnen Kind reisen. Das System enthält zudem eine visuelle Anleitung, die typische Situationen zeigt, in denen Missbrauch stattfinden könnte. Durch diese Veranschaulichung werden Vereine dazu angehalten, ihre Abläufe zu überprüfen und anzupassen.
Das Konzept verfolgt zwei Hauptziele: die Sensibilisierung für das Thema zu erhöhen und potenzielle Täter abschreckend zu wirken. In einer ersten Phase werden 600 Vereine den Generator testen, bevor er flächendeckend eingeführt wird. Der Verband hofft, damit einen neuen Standard im Kinderschutz im Sport zu setzen.
Der Schutzkonzept-Generator bietet Vereinen eine strukturierte Methode, um Missbrauch von vornherein zu verhindern. Er kombiniert klare Regeln, Risikobewertungen und praktische Handlungsempfehlungen. Bei Erfolg könnte das Tool zum Vorbild für Sportorganisationen im gesamten Land werden.






