Neue Betrugsmasche: Wie Kriminelle mit Cybertrading ahnungslose Anleger abzocken
Miriam WeberNeue Betrugsmasche: Wie Kriminelle mit Cybertrading ahnungslose Anleger abzocken
Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, die als „Cybertrading-Betrug“ oder „Handelsbetrug“ bekannt ist. Dabei werden Opfer über soziale Medien und Online-Werbung dazu verleitet, in Kryptowährungen oder andere Anlageformen zu investieren.
Die Betrüger geben sich in der Regel als Anlageberater aus und überreden ihre Opfer, zunächst Beträge zwischen 250 und 500 Euro zu investieren. Sie gaukeln hohe Renditen vor und setzen die Opfer unter Druck, weitere Gelder einzuzahlen – doch die versprochenen Gewinne werden niemals ausgezahlt. Teilweise fordern die Kriminellen zusätzliche Überweisungen für angebliche Steuern oder Gebühren oder verschwinden schlicht mit dem Geld.
Erst kürzlich wurde ein Mann aus Bonn Opfer eines solchen Betrugs, nachdem er über eine Online-Anzeige in Kryptowährungen investiert hatte. Als die Handelsplattform plötzlich nicht mehr erreichbar war, erstattete er Anzeige bei der Polizei. Die Behörden betonen, dass solche Betrugsversuche oft mit unaufgeforderten Nachrichten und falschen Versprechungen hoher Gewinne bei minimalem Risiko beginnen.
Opfer werden aufgefordert, Plattformen gründlich zu prüfen, keinen Fernzugriff auf den Computer zu gewähren und niemals sensible Daten preiszugeben oder Geld an unbekannte Konten zu überweisen. Wer den Verdacht hat, Ziel eines solchen Betrugs zu sein, sollte umgehend bei der örtlichen Polizei Anzeige erstatten.
Die Ermittler haben weitere Ratschläge und Präventionstipps auf den Websites des Landeskriminalamts NRW und der Polizeilichen Kriminalprävention veröffentlicht. Die Warnungen sollen der Bevölkerung helfen, solche betrügerischen Machenschaften zu erkennen und zu vermeiden.






