Munsters Tiefengeothermie-Projekt erhält grünes Licht für CO₂-freie Fernwärme
Tobias LehmannMunsters Tiefengeothermie-Projekt erhält grünes Licht für CO₂-freie Fernwärme
Tiefengeothermie-Projekt in Munster macht Fortschritte nach Bestätigung der öffentlichen Bedeutung
Das Tiefengeothermie-Projekt in Munster kommt voran, nachdem das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) seine volkswirtschaftliche Relevanz bestätigt hat. Die von der Heide-Geo GmbH & Co. KG geführte Initiative soll die Stadt über mehr als zwei Jahrhunderte mit CO₂-freier Fernwärme versorgen. Das LBEG hat zudem eine Beschwerde zur Flächennutzung für die Energiegewinnung geprüft.
Die Heide-Geo GmbH, eine Tochter der Stadtwerke Munster-Bispingen, hat das Vorhaben über ihre spezialisierte Gesellschaft, die Heide-Geo GmbH & Co. KG, auf den Weg gebracht. Derzeit prüft das LBEG den von dem Unternehmen eingereichten Hauptbetriebsplan. Bei Genehmigung würde das Unternehmen offiziell zum Bergwerksbetreiber nach deutschem Bergrecht.
Das Projekt gilt als wegweisendes Pilotvorhaben für erneuerbare Energien in der Region. Die geplante Geothermiebohrung könnte Munster über 200 Jahre mit nachhaltiger Wärme versorgen. Parallel dazu hat ExxonMobil bestätigt, zusätzliche Förderbohrungen zu betreiben, die potenziell für geothermische Zwecke umgenutzt werden könnten.
Das LBEG ist gemäß § 40 des Bundesberggesetzes befugt, das Vorhaben auch ohne Zustimmung der Grundstückseigentümer voranzutreiben. Dennoch muss die Heide-Geo GmbH & Co. KG noch detaillierte Betriebspläne für konkrete Maßnahmen – etwa Bohrlochinterventionen – einreichen, bevor die endgültigen Genehmigungen erteilt werden.
Das Munsteraner Geothermieprojekt markiert einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung erneuerbarer Energien. Sobald es in Betrieb geht, wird es die Stadt langfristig mit klimaneutraler Wärme versorgen. Die Unterstützung des LBEG sichert dem Vorhaben trotz rechtlicher und logistischer Hürden den Weg in die Umsetzung.






