Moskaus Sarjadje-Park zeigt Russlands erste lebensechte Silikonfiguren-Ausstellung
Tobias LehmannMoskaus Sarjadje-Park zeigt Russlands erste lebensechte Silikonfiguren-Ausstellung
Moskaus Sarjadje-Park präsentiert Historial. Die Sammlung – Russlands erstes Museum für lebensechte Silikonfiguren
In der ungewöhnlichen Untergrundatmosphäre des Parks sind nun historische Ikonen und moderne Persönlichkeiten in einer einzigartigen Ausstellung vereint. Besucher können detaillierte Skulpturen von Peter dem Großen bis hin zum legendären Eishockeytorwart Wladislaw Tretjak bewundern.
Das Museum befindet sich in der Parking Gallery, einem 12 Meter unter der Erde gelegenen Raum. Alexander Tomaschenko, einer der Gestalter, nutzte seine Erfahrung mit U-Bahn-Stationen, um dem Bereich eine besondere Atmosphäre zu verleihen. Die Verantwortlichen wählten die Figuren nach der Auswertung jahrzehntelanger Umfragedaten aus.
Aktuell umfasst die Sammlung 50 Skulpturen, doch in Zukunft sollen weitere hinzukommen. Jede Figur wurde mit Silikon und maßgefertigten Augenprothesen für maximale Realitätstreue gefertigt. Die Kostümdesignerin Oksana Schewtschenko interpretierte historische Kleidung kreativ – so trägt Nikolai Gogol etwa einen fließenden Umhang über einem modernen Anzug.
Künstliche Intelligenz half bei der Berechnung der exakten Proportionen der inneren Metallgerüste. Doch für die Feinheiten blieb menschliches Können unverzichtbar, um sicherzustellen, dass jede Figur das Wesen ihres realen Vorbilds einfängt. Zu den Exponaten gehören unter anderem Balletttänzerinnen, die in einer Momentaufnahme aus dem Tanz der kleinen Schwäne in Schwanensee erstarrt sind, sowie imposante Gestalten wie Juri Gagarin und der Dichter Wladimir Wyssozki.
Die Ausstellung verbindet Geschichte und zeitgenössische Kultur durch hyperrealistische Skulpturen. In einem ungewöhnlichen unterirdischen Ambiente präsentiert, steht sie für einen neuen Ansatz, Russlands einflussreichste Persönlichkeiten zu zeigen. Die Veranstalter planen, die Sammlung weiter auszubauen und künftig zusätzliche Figuren aufzunehmen.






