Landessynode in Düsseldorf beschließt Reformen für die Evangelische Kirche im Rheinland
Jakob MayerLandessynode in Düsseldorf beschließt Reformen für die Evangelische Kirche im Rheinland
Evangelische Kirche im Rheinland hält Landessynode in Düsseldorf ab
Diese Woche traf sich die Evangelische Kirche im Rheinland in Düsseldorf zu ihrer Landessynode. Über 190 Delegierte aus vier Bundesländern kamen zusammen, um über die Zukunft der Kirche zu beraten. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Abendmahlspraxis, zu Gottesdienstorten und die Folgen sinkender Mitgliederzahlen.
An der Synode nahmen 198 stimmberechtigte Mitglieder aus 37 Kirchenkreisen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland teil. Unter ihnen waren die Vertreter aus Solingen: Superintendentin Ilka Werner, Presbyter Rainald Rasemann, Pfarrerin Michaela Röhr und Presbyterin Claudia Mix.
Erstmals umfasste die Veranstaltung einen Forums- und Workshoptag, um die Beteiligung zu stärken. Die Delegierten diskutierten Änderungen der Ordnung für das Leben der Kirchengemeinden, insbesondere darüber, wer am Abendmahl teilnehmen darf und wo Gottesdienste stattfinden. Viele Gemeinden erlauben bereits allen Getauften – auch Kindern – die Teilnahme am Abendmahl, obwohl die offiziellen Regeln dies weiterhin an die Konfirmation knüpfen.
Kirchenvertreter ermutigten zu lokalen Experimenten und kündigten an, veraltete Vorschriften abzuschaffen. Zudem wurden Personalpläne auf Basis einer aktuellen Mitgliederstudie überprüft. Die Daten zeigen einen stärkeren Rückgang der Mitgliederzahlen als erwartet, was die Reduzierung von Pfarrstellen beschleunigen könnte.
Die Beschlüsse der Synode werden in Kürze Auswirkungen auf Gemeinden und Kirchenkreise haben. In den kommenden Monaten sollen neue Richtlinien zu Personal und Gottesdienstpraxis umgesetzt werden.
Die Synodenbeschlüsse werden das Gemeindeleben verändern: Die Abendmahlspraxis könnte inklusiver werden, und Gottesdienstorte könnten stärker an lokale Bedürfnisse angepasst werden. Angesichts des rascheren Mitgliederschwunds als prognostiziert bereitet sich die Kirche auf weniger Pfarrstellen und eine schlankere Struktur vor.






