05 May 2026, 12:10

Kreis Euskirchen simuliert Erdbeben-Katastrophe mit 100 Einsatzkräften

Ein Kreisdiagramm, das den Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Verringerung, Vorbereitung, Erholung und Reaktion - darstellt, die durch Pfeile verbunden sind und von erklärendem Text umgeben sind.

Kreis Euskirchen simuliert Erdbeben-Katastrophe mit 100 Einsatzkräften

Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion in großer Katastrophenübung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um seine Fähigkeiten zur Bewältigung von Krisensituationen zu überprüfen. An der Übung beteiligten sich fast 100 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Polizei und die Bundeswehr. Als Szenario diente ein Erdbeben der Stärke 6,5, um die Koordination, Ressourcenverteilung und Kommunikation unter extremem Druck zu testen.

Grundlage der Übung war ein schweres Erdbeben im nördlichen Teil des Kreises Euskirchen. Die fiktive Katastrophe verursachte weitreichende Zerstörungen, bei der viele Menschen eingeklemmt, verletzt oder auf Evakuierung angewiesen waren. Das Szenario wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit dem Kreis Euskirchen entwickelt – basierend auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019.

Die Einsatzleitung des Kreises, die auf der Führungsebene D nach Feuerwehr-Dienstvorschrift 100 (FwDV 100) agierte, koordinierte die Maßnahmen. Dem Team gehörten Kräfte aller kommunalen Feuerwehren sowie Fachberater an. Acht Einsatzkräfte der Feuerwehr Mechernich übernahmen dabei Schlüsselrollen.

Während der Übung mussten die Helfer logistische Herausforderungen bewältigen, etwa die Versorgung und den Transport von Verletzten sowie die Evakuierung von Anwohnern. Getestet wurden schnelle Einsatzbereitschaft, Priorisierung von Ressourcen und die Abstimmung mit mehreren Behörden, darunter das Technische Hilfswerk (THW), Hilfsorganisationen und die Kreisverwaltung.

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Landrat Markus Ramers bezeichnete die Übung im Nachgang als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der langfristigen Krisenmanagementstrukturen.

Die großangelegte Simulation bot einen realistischen Test für die Katastrophenschutzsysteme des Kreises Euskirchen. Die Einsatzteams übten das Handeln unter Hochdruck und optimierten gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen den Behörden. Die Erkenntnisse aus der Übung sollen künftige Vorsorgemaßnahmen in der Region prägen.

Quelle