Kölner Startups 2023: Weniger Gründungen, aber Rekordinvestitionen und mehr Frauenpower
Anton GüntherKölner Startups 2023: Weniger Gründungen, aber Rekordinvestitionen und mehr Frauenpower
Kölner Startup-Szene 2023: Weniger Gründungen, aber mehr Wachstum und Investitionen
Die Kölner Startup-Szene musste 2023 Herausforderungen meistern, verzeichnete aber dennoch deutliche Fortschritte in zentralen Bereichen. Das Investitionsvolumen stieg stark an, während die Zahl der Scale-ups und Gründerinnen zunahm. Gleichzeitig gingen die Neugründungen im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Die Gesamtinvestitionen in Kölner Startups erreichten 2023 rund 222 Millionen Euro – ein Plus von 35 Prozent gegenüber 2022. Ein großer Teil dieses Wachstums geht auf das KI-Unternehmen DeepL zurück, das allein in der ersten Jahreshälfte 2023 etwa 100 Millionen Euro einsammelte.
Die Zahl der Startups in Köln stieg auf 735, unterstützt durch die Wirtschaftsförderung CologneBusiness, die Gründerinnen und Gründer von der frühen Phase bis zur internationalen Expansion begleitet. Dennoch wurden 2023 nur 67 neue Startups gegründet – ein Rückgang um 27 Prozent im Vergleich zu 2022.
Scale-ups machten 2023 neun Prozent der Kölner Startups aus, doppelt so viele wie noch 2021. Auch der Anteil der Gründerinnen stieg auf 22 Prozent (2022: 17 Prozent). Die aktivsten Branchen für Neugründungen waren Medizin, Software, Lebensmittel, E-Commerce und Bildung.
Mit einem Investitionsvolumen von rund 222 Millionen Euro hat sich das Kölner Ökosystem weiterentwickelt: Es bietet Gründern mehr Unterstützung, die Zahl der Scale-ups wächst, und der Anteil frauengeführter Unternehmen steigt. Der Rückgang bei den Neugründungen deutet jedoch auf einen Wandel in der lokalen Wirtschaftslage hin.






