Köln streitet über Umbenennung von Spielplätzen in "Spiel- und Aktionsflächen"
Anton GüntherKöln streitet über Umbenennung von Spielplätzen in "Spiel- und Aktionsflächen"
In Köln ist eine Debatte über die Umbenennung von Spielplätzen entbrannt. Die Stadtverwaltung möchte sie in "Spiel- und Aktionsflächen" umbenennen, um auch Jugendliche einzubeziehen. Doch Bürgermeisterin Henriette Reker lehnt den Vorschlag als unnötig ab.
Der Plan, die Beschilderung zu ändern, war bereits vor zwei Jahren beschlossen worden. Der Jugendhilfeausschuss stimmte einstimmig für die neue Bezeichnung. Vertreter der Verwaltung argumentieren, der Begriff "Spielplatz" suggeriere, dass dort nur jüngere Kinder willkommen seien – Teenager fühlten sich dadurch ausgeschlossen.
Bürgermeisterin Reker sieht jedoch keinen Bedarf für die Änderung. Sie widerspricht öffentlich der Umbenennung und hält die Diskussion für Zeitverschwendung.
Die Angelegenheit wird nun dem Stadtrat zur endgültigen Entscheidung vorgelegt. Eine Abstimmung ist für die Sitzung am 4. September geplant. Falls der Vorschlag durchkommt, werden in ganz Köln die Schilder von "Spielplatz" zu "Spiel- und Aktionsfläche" aktualisiert. Ziel der Maßnahme ist es, die Flächen auch für ältere Kinder und Jugendliche attraktiver zu gestalten. Die Entscheidung des Rates wird zeigen, ob der Plan umgesetzt wird.






