Karim Aïnouz feiert Berlinale-Premiere mit düsterer Familientragikomödie Rosenstrauch-Schnitt
Jakob MayerKarim Aïnouz feiert Berlinale-Premiere mit düsterer Familientragikomödie Rosenstrauch-Schnitt
Auf dem 2026er Berlinale-Festival feierte Rosenstrauch-Schnitt Weltpremiere, eine düster-komische Tragikomödie des brasilianisch-algerischen Regisseurs Karim Aïnouz. Der Film, der sich mit familiärem Chaos und verdrängten Traumata auseinandersetzt, wurde am Valentinstag einem Publikum präsentiert, zu dem Stars wie Callum Turner und eine Überraschungsgästin gehörten – seine Verlobte, Dua Lipa.
Rosenstrauch-Schnitt begleitet vier zerrüttete amerikanische Geschwister, die mit Erbschaftsstreit, Einsamkeit und lange begrabenen Geheimnissen kämpfen. Aïnouz beschrieb das Werk als eine beißende Satire mit "operativer Absurdität" und ließ sich von Marco Bellocchios Klassiker Faust im Nacken (1965) inspirieren. Neben Turner in der Hauptrolle wirken Jamie Bell, Lukas Gage, Tracy Letts und Pamela Anderson mit.
Bei der Premiere sorgten Turner und Lipa mit einem stilvollen Auftritt für Aufsehen: Die Sängerin trug ein gewagtes, durchsichtiges Spitzenkleid, der Schauspieler präsentierte sich in einem schlichten braunen Anzug. Auf dem roten Teppich drehten sich die Gespräche vor allem um Turners Zukunft – Journalisten bohrten nach Gerüchten, er könne der nächste James Bond werden. Der Schauspieler wich aus, während Co-Star Tracy Letts die Stimmung auflockerte, indem er scherzte, er würde die Rolle lieber übernehmen.
Aïnouz, ein Berlinale-Veteran, verriet nach der Vorführung, dass die Regie eines Bond-Films einer seiner größten Träume bleibe. Sein neues Werk jedoch hält sich fern von Spionage-Thrillern und konzentriert sich stattdessen auf die chaotischen, explosiven Dynamiken einer zerbrechenden Familie.
Rosenstrauch-Schnitt ist ein weiterer kühner Beitrag in Aïnouzs Filmografie, der scharfe Gesellschaftssatire mit psychologischer Tiefe verbindet. Die Premiere rückte Turner erneut ins Rampenlicht, doch sein nächster Karriere-Schritt bleibt vorerst offen. Bis dahin wird die provokante Auseinandersetzung des Films mit Familie und Macht im Mittelpunkt stehen, wenn er in die breitere Kinoauswertung geht.
Rosenstrauch-Schnitt Competes for Berlinale's Top Prize
The film Rosenstrauch-Schnitt is vying for the Golden Bear at the 76th Berlin International Film Festival, a key competitive detail not mentioned in the original article. This prestigious award adds significant stakes to the film's debut, highlighting its potential to stand out among festival entries.






