04 April 2026, 12:08

K-Messe 2024: Europas Kunststoffbranche zwischen Chinas Aufstieg und Nachhaltigkeitsdruck

Tortendiagramm des globalen Kunststoffmarktes im Jahr 2017 mit Abschnitten für verschiedene Branchen und ihren jeweiligen Wachstumsprozenten.

China verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - K-Messe 2024: Europas Kunststoffbranche zwischen Chinas Aufstieg und Nachhaltigkeitsdruck

Die weltgrößte Kunststoffmesse K startet diese Woche in Düsseldorf

Von Mittwoch, 9. Oktober, bis Mittwoch, 16. Oktober, versammelt die Messe rund 3.200 Aussteller und über 180.000 Besucher. Die Branche steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Während China seine Vorherrschaft ausbaut, verliert Europa in zentralen Bereichen an Boden.

Chinas Anteil am globalen Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen ist rasant gewachsen. Lag er im Jahr 2000 noch bei nur vier Prozent, stieg er bis 2024 auf 32 Prozent – getrieben durch massive Investitionen in Automatisierung und Forschung. Europas Marktanteil hingegen sank auf 43 Prozent, wobei Deutschland weiterhin etwa die Hälfte dieses Geschäfts ausmacht.

Auch die USA verzeichneten einen Rückgang: Ihr Anteil schrumpfte von 18 Prozent im Jahr 2000 auf heute sieben Prozent. Dennoch bleibt Europa führend in Präzision und Innovation, mit starken Unternehmen wie Arburg und KraussMaffei.

2023 erreichte der Produktionswert der europäischen Kunststoff- und Kautschukmaschinen 17,7 Milliarden Euro, wobei Deutschland fast die Hälfte dazu beisteuerte. Die Branche passt sich zudem den Nachhaltigkeitsanforderungen an: Im vergangenen Jahr machten kreislauffähige Materialien rund 20 Prozent der Kunststoffproduktion aus – etwa 2 Millionen Tonnen. Der Großteil stammte aus mechanischem Recycling, während über 80 Prozent der Kunststoffe weiterhin auf fossilen Rohstoffen basierten.

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Kunststoffe sind in zahlreichen Sektoren unverzichtbar. In Deutschland entfallen 30 Prozent auf Verpackungen, 24 Prozent auf den Bausektor und 11 Prozent auf die Fahrzeugproduktion. Selbst die Möbelherstellung ist stark von Kunststoffen abhängig.

Die K-Messe findet zu einer Zeit des Umbruchs statt: Chinas wachsende Dominanz steht Europas schrumpfender, aber noch immer führender Position gegenüber. Während die Nachfrage nach nachhaltigen Materialien steigt, bleibt die Branche im Spannungsfeld zwischen Innovation und traditionellen Produktionsmethoden.

Quelle