Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordprogramm und interaktiven Erlebnissen
Anton GüntherJekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordprogramm und interaktiven Erlebnissen
Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung
Mit 101 teilnehmenden Veranstaltungsorten hat Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum seiner jährlichen „Langen Nacht der Museen“ gefeiert – so viele wie noch nie. Das Programm bot interaktive Rätselspiele, seltene Exponate und Führungen durch die kulturellen Hotspots der Stadt. Einheimische und Touristen erkundeten Themen von Reisebeschränkungen in der Sowjetzeit bis hin zu den Geheimnissen der Ural-Edelsteine.
Im Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk konnten Besucher beim „Mineral-Podcast“-Rätsel selbst Mosaike legen und Miniatur-Ausstellungen mit Mineralien gestalten. Besonders gefragte Führungen waren „Russisches Mosaik: Das Geheimnis des Malachits“ und „Der Kupferplatz“, die die reiche Tradition der Steinschneidekunst der Region vorstellten.
Das Historische Museum Jekaterinburg präsentierte die Ausstellung „Koffermentalität“, die an das 60-jährige Bestehen des örtlichen Sputnik-Büros erinnerte. In Sowjetzeiten war diese Stelle die drittwichtigste Tourismusbehörde der UdSSR und exportierte Souvenirs wie Matrjoschka-Puppen – aber auch Bohrmaschinen. Auslandsreisen hingegen waren streng reglementiert: Antragsteller benötigten ein Führungszeugnis, mussten zunächst ein sozialistisches Land besuchen und durften nur 15 bis 20 Dollar für die gesamte Reise mitnehmen.
Der kreative Verbund L52 öffnete derweil die Türen an zwei Standorten – in der Baschowstraße 124a und der Leninstraße 52 – die ganze Nacht. Bei der Führung „Elektronische Zauberer“ wurden historische Computer wie die Ural-Maschine und das Express-2Z-Fahrkartensystem gezeigt. Ein Höhepunkt des abwechslungsreichen Programms war eine schamanische Trommelperformance.
Die 20. „Lange Nacht der Museen“ in Jekaterinburg vereinte Geschichte, Technik und handwerkliche Kunst unter einem Dach. Mit interaktiven Erlebnissen und einzigartigen Exponaten boten die Museen der Stadt Einblicke in die sowjetische Vergangenheit wie auch in die künstlerische Gegenwart. Die Rekordzahl an Veranstaltungsorten sorgte für ein breites Spektrum an Eindrücken für alle Besucher.






