Herbert Reuls neues Buch "Sicherheit" – Provokation oder pragmatische Lösung?
Tobias LehmannHerbert Reuls neues Buch "Sicherheit" – Provokation oder pragmatische Lösung?
Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat ein neues Buch mit dem Titel "Sicherheit" veröffentlicht. Erschienen im Hoffmann und Campe Verlag, setzt sich das Werk mit Themen wie organisierter Kriminalität, sozialen Medien und der AfD auseinander. Reul betont, das Buch solle das Vertrauen der Bürger in die Politik wiederherstellen – ein Ziel, dem er weiterhin entschlossen nachgeht.
Ursprünglich hatte Reul nicht vorgehabt, ein Buch zu schreiben. Die Idee entstand erst nach der Ermutigung durch seinen Verlag, Hoffmann und Campe, einen traditionsreichen Namen in der deutschen Verlagslandschaft. Seit dem 14. Oktober 2023 ist das Buch im Handel erhältlich.
In seinem Werk geht Reul auch auf kontroverse Themen ein, darunter seinen Vorschlag, mehrfache Staatsbürgerschaften in der Kriminalstatistik zu erfassen. Kritiker werfen ihm vor, mit seiner Sprache und Politik rassistische Untertöne zu verbreiten – insbesondere durch seine Fokussierung auf organisierte Kriminalität. Reul verteidigt seinen Ansatz jedoch als pragmatisch und notwendig, um das Vertrauen in die politische Führung zurückzugewinnen.
Seit der Veröffentlichung des Buches bleibt Reul in der Sicherheitsdebatte präsent. Noch am 25. Februar 2026 hielt er einen Vortrag in Everswinkel. Sein bodenständiger Stil und seine hohen Zustimmungswerte zeigen keine spürbaren Veränderungen, und auch die öffentliche Wahrnehmung scheint durch die Buchveröffentlichung kaum beeinflusst.
Ein Rückzug aus der Politik ist bei Reul nicht in Sicht. "Sicherheit" ist Teil seiner Bemühungen, die Verbindung zu den Wählern zu stärken und ihre Sorgen aufzugreifen. Vorerst setzt er seine öffentliche Rolle und die fachpolitischen Diskussionen wie gewohnt fort.






