17 June 2026, 20:05

Hellweg beantragt Eigenverwaltung – 2.900 Jobs in Unsicherheit

Baumarktkette Hellweg beantragt Insolvenz

Hellweg beantragt Eigenverwaltung – 2.900 Jobs in Unsicherheit

Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg hat Eigenverwaltung beantragt. Das Unternehmen reichte seinen Antrag beim Amtsgericht Essen ein – ein einschneidendes Ereignis für den Händler und seine Belegschaft.

Die finanziellen Probleme von Hellweg haben sich bereits über einen längeren Zeitraum zugespitzt. 2023 verzeichnete das Unternehmen trotz eines Umsatzes von 672 Millionen Euro einen Verlust von 104 Millionen Euro. Die Verkaufszahlen sanken bereits seit dem Ende der Pandemie-Beschränkungen, ein Trend, der sich in der gesamten Heimwerkerbranche widerspiegelt.

Die Branche selbst durchlebt ein schwieriges Jahr: Die Umsätze gingen von 20,92 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 20,58 Milliarden Euro 2025 zurück – belastet durch steigende Baukosten, hohe Energiepreise und anhaltende Inflation. Für Hellweg kam der endgültige Schlag, als die Warenkreditversicherung gekündigt wurde, was den Insolvenzantrag erzwang.

Inzwischen haben Sanierungsexperten die Unternehmensführung übernommen. Von der Insolvenz sind bundesweit 2.900 Mitarbeiter betroffen, die für drei Monate Insolvenzgeld erhalten. Der Antrag erfolgt zu einer Zeit, in der die Baumarktbranche weiterhin mit wirtschaftlichen Belastungen kämpft. Die Belegschaft von Hellweg ist vorerst auf vorübergehende finanzielle Unterstützung angewiesen, während das Unternehmen seine Umstrukturierung vorantreibt. Das Ergebnis des Eigenverwaltungsverfahrens wird über die Zukunft des traditionsreichen Händlers entscheiden.

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