Heino unterstützt entlassenen Schiedsrichter mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Miriam WeberHeino unterstützt entlassenen Schiedsrichter mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Schlagerstar Heino gibt Solidaritätskonzert in Bad Belzig nach Entlassung von Schiedsrichter Richard Mänder
Nach der Abberufung des Feuerwehrmanns Richard Mänder von seinen Richterämtern veranstaltete der Sänger Heino in Bad Belzig ein Solidaritätskonzert, das rund 800 Besucher anzog – darunter Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen. Mänders Entlassung folgte auf seine Entscheidung, bei einer Meisterschaft in Torgau die erste Strophe der deutschen Nationalhymne spielen zu lassen.
Der Streit begann im August 2025, als Mänder, Feuerwehrmann aus Bad Belzig, bei einer Feuerwehrmeisterschaft die erste Strophe des Deutschlandlieds abspielte. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte mit dem Entzug aller Schiedsrichterfunktionen. Trotz Mänders Betuerungen, keine Verbindungen zur rechten Szene zu haben, und seiner Kritik an der Ungerechtigkeit der Maßnahme blieb der Verband bei seiner Entscheidung.
Heino, bekannt für seine Aufnahme aller drei Strophen der Nationalhymne in den 1970er-Jahren, kritisierte Mänders Entlassung. Sein Manager Helmut Werner bestätigte, das Konzert sei als Zeichen der Unterstützung organisiert worden. Die Zuschauer tanzten zu Hits wie Karamba, Karacho, ein Whiskey, Die schwarze Barbara und Schwarzbraun ist die Haselnuss und jubelten bei Layla – einem Lied, dem bereits Sexismus vorgeworfen wurde.
Lars Schieske, AfD-Bundestagsabgeordneter, lobte das Konzert als "starkes Zeichen der Gemeinschaft". Unterdessen kündigte Mänder an, künftig jährliche Feuerwehr-Sportmeisterschaften ausrichten zu wollen – ein Vorhaben, das die Spannungen in der Feuerwehrszene weiter verschärfen könnte. Der Feuerwehrverband hält indes an seiner Linie fest: Bei offiziellen Anlässen bleibt nur die dritte Strophe der Hymne erlaubt.
Das Konzert in Bad Belzig unterstrich die anhaltenden Konflikte um Mänders Absetzung. Während Feuerwehrleute aus mehreren Regionen solidarisierend teilnahmen, hält der Deutsche Feuerwehrverband an seinen Sanktionen fest. Mänders Zukunft in der Feuerwehrgemeinschaft bleibt ungewiss – seine geplanten Meisterschaften könnten die Debatte weiter anheizen.






