Hagener Apotheken streiken am 23. März für faire Löhne und Reformen
Apotheken in Hagen schließen am 23. März im Rahmen eines koordinierten Protests
Am 23. März bleiben alle Apotheken in Hagen geschlossen – als Teil einer gemeinsamen Protestaktion. Die Mitarbeiter der 27 örtlichen Apotheken werden sich in Düsseldorf versammeln, um faire Löhne und längst überfällige Reformen zu fordern. Der Schritt folgt wachsender Verärgerung über die Verzögerungen bei der Umsetzung von Vereinbarungen, die mit der Regierung getroffen wurden.
Dieser Protest unterscheidet sich von der Demonstration des vergangenen Jahres in Dresden, als sich 3.500 Apotheken aus Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt gegen geplante Kürzungen wandten. Damals ging es um Abwehr – diesmal fordern sie die Umsetzung bereits zugesagter Reformen.
Die Victoria-Apotheke, die Bereitschaftsdienst leistet, bleibt für Notfälle geöffnet. Alle anderen Apotheken in Hagen werden jedoch für einen Tag schließen und damit ein klares Signal an Gesundheitsministerin Nina Warken senden. Die Inhaber werfen den Krankenkassen vor, mit zweierlei Maß zu messen: Während diese ihren eigenen Mitarbeitern Gehaltserhöhungen gewähren, blockieren sie faire Löhne für Apothekenangestellte.
Ziel der Kundgebung ist es, Druck auf Warken auszuüben, das Reformpaket für Apotheken endlich abzuschließen. Ohne dieses, warnen die Betreiber, werde sich die Lohnschere zwischen Versicherungsmitarbeitern und Apothekenpersonal weiter vergrößern.
Am 23. März werden alle 27 Hagener Apotheken ihre Türen schließen. Ihre Forderung ist klar: die vereinbarten Reformen umsetzen und für angemessene Bezahlung sorgen. Das Ergebnis könnte entscheiden, ob in den kommenden Monaten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen.






