Grüne warnen vor Kollaps: K-Plus schließt weitere Krankenhäuser in Solingen
Jakob MayerGrüne warnen vor Kollaps: K-Plus schließt weitere Krankenhäuser in Solingen
Die K-Plus-Gruppe hat Pläne bekannt gegeben, weitere Krankenhäuser zu schließen – eine Entscheidung, die bei den Solinger Grünen auf Besorgnis stößt. Die Partei übt scharfe Kritik und warnt vor einer weiteren Belastung der lokalen Gesundheitsversorgung.
Frank Knoche, Sprecher der Grünen-Fraktion, machte das zuständige Ministerium für das Scheitern verantwortlich, die Schließungen zu verhindern. Auch Martina Zsack-Möllmann, Mitglied des Aufsichtsrats, zeigte sich verärgert über den Zeitpunkt der Ankündigung.
Die Partei hatte bereits zuvor vor den Risiken gewarnt, die mit dem Abbau der lokalen Gesundheitsversorgung einhergehen – insbesondere nach der Schließung der St.-Lukas-Klinik. Durch die neuen Schließungen werden die verbleibenden Krankenhäuser in Mettmann, Langenfeld und Solingen voraussichtlich rund 20.000 zusätzliche Notfalltransporte pro Jahr bewältigen müssen. Tausende Beschäftigte stehen nun vor der Suche nach neuen Arbeitsplätzen, was den Fachkräftemangel in Medizin und Pflege in der Region weiter verschärfen könnte.
Die Grünen bezeichnen die Entscheidung des Ministers als kontraproduktiv und argumentieren, dass sie die Probleme im regionalen Gesundheitssystem noch verstärken werde. Die Krankenhausschließungen werden den Druck auf die umliegenden medizinischen Einrichtungen erhöhen. Mit Personalumverteilungen und steigenden Transportanforderungen muss in den betroffenen Städten gerechnet werden. Die Partei bleibt bei ihrer Ablehnung des Vorhabens und verweist auf langfristige Risiken für die lokale Versorgung.






